Köln/Caracas. Das Nothilfe-Team von Malteser International ist am Wochenende im Krisengebiet angekommen und hat die Arbeit aufgenommen. „Die Lage vor Ort ist katastrophal. Tatsächlich werden noch immer vereinzelt Menschen gerettet. Um Überlebende in den Trümmern zu hören, muss es in der Umgebung absolut leise sein. Die Stille, die über den zerstörten Häusern liegt, bewegt mich sehr. Es gibt zu wenige Krankenwagen und die Verletzten werden teils notdürftig auf Motorrädern in nahegelegene Krankenhäuser gebracht. Es fehlen insbesondere medizinische Notfallausrüstung, Medikamente und Material für die Traumaversorgung“, berichtet Jonas Jung, Nothilfekoordinator bei Malteser International aus La Guaira.
„Die venezolanischen Malteser versorgen in La Guaira Verwundete, verteilen Trinkwasser und Kleidung an Betroffene. Gemeinsam mit unserer lokalen Partnerorganisation PALUZ werden wir zudem 30 voll ausgestattete mobile Klinikeinheiten über einen Zeitraum von drei Monaten einsetzen, um in den am stärksten betroffenen Gebieten von Caracas, La Guaira und Miranda eine kontinuierliche, dezentrale medizinische Versorgung der Menschen zu gewährleisten. Darüber hinaus schicken wir – vor dem Hintergrund akuter Medikamentenengpässe in der Krisenregion - Medikamente und medizinisches Material aus Deutschland“, so Jung weiter.
Die mobilen Teams werden täglich unterschiedliche Gemeinden anfahren und die Menschen dort medizinisch versorgen. Zwei Ärzte aus dem Expertenpool von Malteser International werden sich zudem einem Emergency Medical Team der Johanniter Unfall-Hilfe anschließen, das am Dienstag in das Erdbebengebiet reisen wird. Nach den schweren Erdbeben am vergangenen Mittwoch werden immer noch zehntausende Menschen vermisst. Malteser International arbeitet seit Jahren mit lokalen Partnerorganisationen in Venezuela.
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Jonas Jung, Nothilfekoordinator bei Malteser International, steht in Venezuela für Interviews und O-Töne zur Verfügung.
Vermittlung: Katharina Kiecol, +49 (0)221 9822-7181
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