Gaza-Stadt/Rom/Köln. Am Montag, dem 22. Juni, hat Seine Seligkeit, der Lateinische Patriarch von Jerusalem, Pierbattista Kardinal Pizzaballa, die Klinik der Malteser in Gaza-Stadt gesegnet. Rund dreißig Mitarbeitende, darunter Ärzte, Pflegekräfte und Apotheker, beginnen nach der Einweihung damit, täglich bis zu hundert Menschen medizinisch zu versorgen. Die Klinik wurde im Rahmen einer Partnerschaft zwischen dem Malteserorden und dem Lateinischen Patriarchat von Jerusalem gegründet. Ihre Aktivitäten werden von Malteser International koordiniert.
„Die medizinische Versorgung der Menschen in Gaza befindet sich derzeit in einem katastrophalen Zustand“, sagt Dr. Ali Ibrahim Al-Musaddar, medizinischer Leiter der Klinik. „Trotz des Waffenstillstands hält die Gewalt an. Sechzig Prozent der Gesundheitseinrichtungen wurden vollständig zerstört, viele weitere schwer beschädigt.“ Die hygienischen Verhältnisse sind extrem schlecht. „Hautkrankheiten breiten sich aus“, sagt Dr. Al-Musaddar. „Nahezu die gesamte Bevölkerung wurde wiederholt vertrieben und ist auf humanitäre Hilfe angewiesen. Die Menschen kommen krank, erschöpft und zutiefst traumatisiert hierher und benötigen dringend Hilfe.“
„Die Einweihung der Klinik durch den lateinischen Patriarchen am Vorabend des Festes des Heiligen Johannes des Täufers, des Schutzpatrons des Ordens, das am 24. Juni gefeiert wird, ist ein historischer Meilenstein“, sagte Dr. Josef Blotz, Großhospitalier des Ordens, der für die karitativen und medizinischen Werke des Malteserordens verantwortlich ist. „Mehr als neunhundert Jahre nach unserer Gründung hier setzen wir unser Engagement für Menschen in Not im Heiligen Land fort, unabhängig von ihrer Religion oder Herkunft. Diese Klinik wird Menschen in Not lebensrettende medizinische Versorgung bieten. Sie wird ihnen zudem zeigen, dass sie nicht vergessen sind. Wir arbeiten nun aktiv daran, unser Engagement unter diesen äußerst schwierigen Umständen zu vertiefen.“
Die Klinik wird finanziell und mit Sachleistungen vom Auswärtigen Amt, dem tschechischen Außenministerium, Aktion Deutschland Hilft, UNICEF, dem Lateinischen Patriarchat von Jerusalem und den Erzdiözesen München und Freising sowie Paderborn unterstützt. Seit Beginn des Gaza-Kriegs im Jahr 2023 konnte Malteser International rund 25.000 Menschen, die in der Pfarrei und ihrer Umgebung leben, mit mehr als 200 Tonnen lebensrettenden Hilfsgütern versorgen.
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Clemens Graf von Mirbach-Harff, Generalsekretär von Malteser International, steht in Jerusalem für Interviews zur Verfügung. Kontakt: +49 (0)221 9822-7181, katharina.Kiecol@malteser-international.org
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