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Libanon: Ein Jahr nach der Explosion in Beirut - Malteser bauen Hilfe weiter aus

Mobile Gesundheitsstation im Libanon

In den mobilen Kliniken von Malteser International und der libanesischen Assoziation des Malteserordens erhalten Libanesen und syrische Geflüchtete eine kostenlose medizinische Versorgung. Foto: Malteser International

Explosionskatastrophe im Hafen von Beirut

Die schweren Explosionen im Hafen von Beirut forderten mehr als 200 Menschenleben und hinterließen eine Schneise der Verwüstung in der Hauptstadt. Foto: Malteser International

Ein Jahr nach der Explosion im Hafen von Beirut am 4. August 2020 ist die Situation im Libanon verheerend. Malteser International fördert vor allem die Gesundheitsversorgung.
 

Köln/Beirut. Seit zwei Jahren befindet sich die Wirtschaft des Libanon im freien Fall. Die Explosion im Hafen von Beirut und die Coronapandemie haben die Situation weiter verschlechtert. 60 Prozent der Bevölkerung leben derzeit unterhalb der Armutsgrenze, die Inflation liegt bei rund 100 Prozent.

„Die Menschen im Libanon sind verzweifelt. Es gibt kaum Benzin, der Strom wird immer wieder abgeschaltet, in den Apotheken fehlen wichtige Medikamente und die Preise für das Lebensnotwendigste steigen ins Unermessliche. Viele Menschen wissen nicht mehr, wie sie ihre Familien ernähren sollen. In den mobilen Kliniken, die in entlegenen Gegenden in der Vergangenheit vor allem syrische Flüchtlinge versorgt haben, behandelt das Gesundheitspersonal immer mehr Libanesen, weil diese kein Geld mehr haben, um in die privaten Krankenhäuser zu gehen, in denen sie etwas zahlen müssten. Deshalb ist es jetzt wichtig, dass wir die Menschen im Libanon nicht allein lassen und sie nach Kräften unterstützen“, sagt Janine Lietmeyer, Leiterin der Nahostabteilung von Malteser International.

Bereits unmittelbar nach den Explosionen in Beirut entsandten die Malteser ein Nothilfe-Team und leisteten sofort humanitäre Hilfe. Mit Unterstützung der Bundesregierung und zahlreicher Spenden konnten in Beirut seitdem fünf stark beschädigte Gesundheitseinrichtungen wieder aufgebaut werden.

Um die Auswirkungen der multiplen Krisen auf die Menschen abzuschwächen, stärkt Malteser International, in enger Zusammenarbeit mit der libanesischen Assoziation des Malteserordens, das Gesundheitssystem und baut elf Gesundheitszentren auf und weitet die psychosoziale Betreuung aus. Um die Ernährungslage im Land zu verbessern, wird der professionelle Anbau von Gemüse gefördert und Anbauflächen zur Verfügung gestellt.

Achtung Redaktionen:

Janine Lietmeyer, Leiterin der Nahostabteilung von Malteser International, steht für Interviews und O-Töne zur Verfügung.

Vermittlung: +49 (0)221 9822 -7189, anne.hensel(at)malteser-international.org

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Email: katharina.kiecol(at)malteser-international.org

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