Köln/Damaskus. Seit Beginn des Krieges im Nahen Osten sind mehr als 200.000 Menschen aus dem Libanon nach Syrien geflohen. Die überwiegende Mehrheit sind zurückkehrende Syrerinnen und Syrer, doch auch immer mehr Libanesinnen und Libanesen fliehen vor den Kämpfen ins Nachbarland. An zwei Grenzübergängen unterstützt Malteser International jeweils eine medizinische Einrichtung, in der Geflüchtete eine Erstversorgung erhalten können. Jede Einrichtung ist mit zwei Ärztinnen und Ärzten und einer Krankenschwester besetzt und bietet so eine medizinische Grundversorgung an. Täglich behandeln die Teams durchschnittlich 200 Patienten in jeder Einrichtung und sorgen so für eine zeitnahe Versorgung der Kranken.
„Wir beobachten, dass immer mehr Menschen über die Grenze nach Syrien fliehen. Anfangs gab es noch Hoffnung, dass dieser Krieg bald enden würde, doch diese Hoffnung schwindet von Tag zu Tag. Die Menschen, die die Grenze überqueren, sind verängstigt und verzweifelt. Viele waren zuvor in den Libanon geflohen, um dort Zuflucht zu suchen, doch nun sind sie auch dort nicht mehr sicher“, sagt Ali Aburras, Büroleiter von Malteser International in Syrien.
„Die Menschen kommen mit dringenden medizinischen Bedürfnissen an, meist mit akuten Erkrankungen, Komplikationen aufgrund unbehandelter chronischer Leiden und schweren Fällen, die eine zeitnahe Überweisung in ein Krankenhaus erfordern. Um dem gerecht zu werden, ist es wichtig, dass unsere Teams direkt an den Grenzübergängen sind, um die Menschen direkt versorgen zu können“, sagt Aburras.
Seit 2012 unterstützt Malteser International in Zusammenarbeit mit lokalen Partnern Menschen in Syrien, vor allem im medizinischen Bereich. Auch nach dem Ende des Krieges sind dort noch immer mehr als 16 Millionen Menschen auf humanitäre Hilfe angewiesen.
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Ali Aburras, Büroleiter in Syrien für Malteser International, steht für Interviews und O-Töne (englischsprachig) zur Verfügung.
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