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Was ist Malaria?

Malaria ist eine Infektionskrankheit, die hauptsächlich in den Tropen und Subtropen verbreitet ist. Verursacht wird sie von einzelligen Parasiten, sogenannten Plasmodien. Diese vermehren sich erst in der Leber und dann in den roten Blutkörperchen, die sie zum Platzen bringen. So gelangen weitere Plasmodien in die Blutbahn. Der Körper versucht die Parasiten mit Fieber zu bekämpfen. Bei der Malaria tropica, die unter Umständen tödlich verlaufen kann, haften die infizierten roten Blutkörperchen an den Wänden der Blutgefäße. Sie verstopfen diese und rufen so Durchblutungsstörungen hervor. Diese Durchblutungsstörungen führen dann zu einer Nährstoffunterversorgung von Organen, wodurch es wiederum zum Koma oder sogar zum Tod kommen kann.

Ansteckung und Infektion mit Malaria

Ein kleiner Stich, der tödlich sein kann: Malaria wird durch die weibliche Anopheles-Mücke übertragen. Die Mücke ist der Wirt für kleine einzellige Parasiten, sogenannte Plasmodien. Durch den Stich der Mücke gelangen die Parasiten in die Blutbahn des Menschen und vermehren sich dort. Die Parasiten sind die eigentlichen Erreger der Malaria. Es gibt verschiedene Arten von Malaria. Malaria tropica sowie Malaria tertiana und quartana sind am weitesten verbreitet. Die Malaria tropica ist die gefährlichste Art der Malaria, sie ist in etwa 10 % der Fälle tödlich. Die Malaria tertiana und quartana verlaufen hingegen selten tödlich.

Malaria kann nur schwer von Mensch zu Mensch übertragen werden. Nur durch Bluttransfusionen oder von Mutter zu Kind kann es zu einer Infektion kommen.

Symptome der Malaria

Die ersten Symptome der Malaria treten, je nach Art der Krankheit, etwa zwei Wochen bis mehrere Monate nach der Infektion auf. Oft gleicht Malaria zu Anfang einem grippalen Infekt. Charakteristisch sind Fieberschübe, Kopf- und Gliederschmerzen, aber auch Durchfall und Erbrechen bis hin zu Krämpfen und Ohnmacht. Bei Malaria tertiana und quartana sind rhythmische Fieberschübe typisch. Bei Malaria tertiana alle drei, bei Malaria quartana alle vier Tage. 

Im späteren Krankheitsverlauf der Malaria tropica kann es zu Blutarmut und Organschäden kommen. Bei einem tödlichen Verlauf der Krankheit ist oft Organversagen von Niere, Hirn und Lunge die Todesursache.

Diagnose von Malaria

Bei der Diagnose von Malaria geht es vor allem darum, die Erreger der Krankheit im Blut nachzuweisen. Bei Symptomen, die einen Verdachten auf Malaria nahelegen, wird deswegen zunächst eine Blutuntersuchung durchgeführt. Die Blutprobe wird meist in speziellen Tropeninstituten untersucht. 

Die Malaria-Erreger lassen sich im Blut anfärben, sodass sie unter einem Mikroskop gut sichtbar sind. Wenn festgestellt wurde, welcher Erreger genau Ursache für die Malaria ist, wird in der Regel sofort mit einer entsprechenden Therapie begonnen.

Ist Malaria heilbar?

Alle Arten von Malaria können geheilt werden. Entscheidend ist der Zeitpunkt der Diagnose. Bei frühzeitiger Diagnose und Behandlung von Malaria tropica liegt die Sterblichkeit bei gerade einmal 2 %. Zur Behandlung gibt es je nach Malaria und Infektionsgebiet verschiedene wirksame Medikamente. Symptome wie Fieber oder Schmerzen werden zusätzlich mit zum Beispiel Ibuprofen oder Paracetamol behandelt. 

Generell sind Moskitonetze, Insektenspray und helle Kleidung ein guter Schutz vor Malaria, da sie einen Stich der Anopheles Mücke verhindern können. Für Touristen ist der beste Schutz, Reisen in Gebiete, in denen Malaria vorkommt, zu vermeiden. 

Wie kann man sich vor Malaria schützen?

Die medikamentöse Malaria-Prophylaxe ist ebenfalls eine Möglichkeit, sich gegen Malaria zu schützen. Die Medikamente verhindern, dass die Malaria-Erreger sich im Blut vermehren und schützen so vor einem Ausbruch der Krankheit. Dieser Schutz ist allerdings nicht hundertprozentig sicher. In einigen Gebieten sind die Erreger bereits resistent gegen diese Medikamente. Außerdem gibt es Unsicherheitsfaktoren wie die unregelmäßige Einnahme der Tabletten oder auch Komplikationen in Verbindung mit Magen-Darm-Infekten, die ein Verbleiben der Wirkstoffe im Körper verhindern.

Verbreitung von Malaria

Ein besonderes Risiko, sich mit Malaria zu infizieren, besteht in Afrika südlich der Sahara. Die Länder mit den meisten Infektionen sind Nigeria, die Demokratische Republik Kongo, Äthiopien und Tansania. Weitere Verbreitungsgebiete sind die Regenwaldgebiete Südamerikas sowie in Asien insbesondere Myanmar, Indien und Papua-Neuguinea. Gründe für die starke Verbreitung der Krankheit in diesen Ländern sind neben dem tropischen Klima, das geringe Wissen über die Krankheit und die ärmlichen Verhältnisse, in denen viele der Menschen in diesen Regionen leben müssen. Die WHO gibt an, dass rund 280 Millionen Menschen in Afrika zum Beispiel immer noch kein richtiges Moskitonetz besitzen. 

Unterstützen Sie unseren Kampf gegen Malaria

Mit Ihrer Spende können Sie unseren Kampf gegen Malaria unterstützen! Sie helfen uns, zum Beispiel in Myanmar Schulungen zu unterstützen, in denen wir die Bevölkerung über das Thema Malaria informieren und vermitteln, wie man eine Ansteckung vermeidet. Mit Ihren Spenden stellen wir außerdem die Versorgung der von Malaria bedrohten Menschen mit Moskitonetzen und Insektensprays sicher. Mit diesen einfachen Mitteln können sie sich wirksam vor einer Infektion mit Malaria schützen.

Hier erfahren Sie mehr zu unseren Malariaprojekten in Myanmar, Thailand und Pakistan.