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Malaria: Verbreitung, Symptome & wie wir helfen

Die Malaria-Erreger lassen sich im Blut anfärben, sodass sie unter einem Mikroskop gut sichtbar sind.

Malaria ist eine Infektionskrankheit, die hauptsächlich in den Tropen und Subtropen verbreitet ist. Verursacht wird sie von einzelligen Parasiten, sogenannten Plasmodien. Diese vermehren sich erst in der Leber und dann in den roten Blutkörperchen, die sie zum Platzen bringen. So gelangen weitere Plasmodien in die Blutbahn. Der Körper versucht die Parasiten mit Fieber zu bekämpfen. Bei der Malaria tropica, die unter Umständen tödlich verlaufen kann, haften die infizierten roten Blutkörperchen an den Wänden der Blutgefäße. Sie verstopfen diese und rufen so Durchblutungsstörungen hervor. Diese Durchblutungsstörungen führen dann zu einer Nährstoffunterversorgung von Organen, wodurch es wiederum zum Koma oder sogar zum Tod kommen kann.

Im Jahr 2017 gab es laut WHO etwa 219 Millionen Malariafälle, 92 % davon in Afrika. 435.000 dieser Krankheitsfälle endeten tödlich.

Ansteckung und Infektion mit Malaria

Ein kleiner Stich, der tödlich sein kann: Malaria wird durch die weibliche Anopheles-Mücke übertragen. Die Mücke ist der Wirt für die kleinen einzelligen Parasiten, die Malaria auslösen. Durch den Stich der Mücke gelangen die Parasiten in die Blutbahn des Menschen und vermehren sich dort. Die Parasiten sind somit die eigentlichen Erreger der Malaria.

Unter den verschiedenen Arten von Malaria sind Malaria tropica sowie Malaria tertiana und quartana am weitesten verbreitet. Davon ist die Malaria tropica die gefährlichste Art der Malaria, da sie in etwa 10 % der Fälle tödlich ist. Die Malaria tertiana und quartana verlaufen hingegen selten tödlich.

Von Mensch zu Mensch kann Malaria nur schwer übertragen werden. Deswegen geht von Infizierten keine Gefahr für andere Menschen aus. Lediglich durch Bluttransfusionen mit kontaminierten Nadeln oder von der Mutter zum ungeborenen Kind kann es zu einer Infektion kommen.

Inkubationszeit

Die Malaria bricht nicht sofort aus. Die Inkubationszeit, also die Zeit zwischen der Ansteckung und dem Auftreten der ersten Symptome, hängt vor allem vom Erregertyp ab:

  • Plasmodium falciparum: 7 bis 15 Tage
  • Plasmodium vivax und Plasmodium ovale: 12 bis 18 Tage
  • Plasmodium malariae: 18 bis 40 Tage
  • Plasmodium knowlesi: 10 bis 12 Tage
     

Symptome der Malaria

Oft gleicht Malaria zu Beginn einem grippalen Infekt. Charakteristisch sind Fieberschübe, ein allgemeines Krankheitsgefühl, Kopf- und Gliederschmerzen, aber auch Durchfall, Erbrechen und Schwindel bis hin zu Krämpfen und Ohnmacht. Bei Malaria tertiana und quartana sind rhythmische Fieberschübe typisch – bei Malaria tertiana jeden zweiten, bei Malaria quartana jeden dritten Tag. Die Körpertemperatur steigt dabei auf bis zu 40 Grad und geht oft mit Schüttelfrost einher. Nach drei bis vier Stunden klingt das Fieber wieder ab.

Vor allem bei der gefährlichen Malaria tropica treten die Symptome stärker auf und stellen für die Betroffenen ein enormes Gesundheitsrisiko dar. Durch den Zerfall von roten Blutkörperchen kann es im späteren Verlauf zu einer Blutarmut und Organschäden sowie einer Vergrößerung der Milz und der Leber kommen. In seltenen Fällen gelangen die Erreger in das zentrale Nervensystem und können Krampfanfälle, Bewusstseinsstörungen und Koma auslösen. Bei einem tödlichen Verlauf der Krankheit ist oft Organversagen von Niere, Hirn oder Lunge die Todesursache. In wirtschaftlich schwachen Ländern sind manche Betroffene durch Hunger und Unterernährung bereits geschwächt, sodass deutlich verheerendere Schäden im Körper verursacht werden.

Diagnose von Malaria

Malaria wird durch den Nachweis der Plasmodien im Blut diagnostiziert. Bei Symptomen, die einen Verdacht auf Malaria nahelegen, wird deswegen zunächst eine Blutuntersuchung durchgeführt. Die Blutprobe wird meist nicht direkt vor Ort, sondern in speziellen Tropeninstituten untersucht.

Die Malaria-Erreger lassen sich im Blut anfärben, sodass sie unter einem Mikroskop gut sichtbar sind. Wenn festgestellt wurde, welcher Erreger genau Ursache für die Malaria ist, wird in der Regel sofort mit einer entsprechenden Therapie begonnen.

Ist Malaria heilbar?

Alle Arten von Malaria können geheilt werden, insofern sie früh genug diagnostiziert werden. Je nach Art der Malaria und Infektionsgebiet stehen verschiedene wirksame Medikamente zur Verfügung, darunter vor allem antiparasitäre Wirkstoffe. Symptome wie Fieber oder Schmerzen werden zusätzlich mit Ibuprofen oder Paracetamol behandelt. Bei frühzeitiger Diagnose und Behandlung der gefährlichen Malaria tropica liegt die Sterblichkeit allerdings immer noch bei 2 %.

Wie kann man sich vor Malaria schützen?

Moskitonetze, Insektenspray und helle Kleidung sind ein guter Schutz vor Malaria.

Generell sind Moskitonetze, Insektenspray und helle Kleidung ein guter Schutz vor Malaria, da sie einen Stich der Anopheles-Mücke verhindern können. Für Touristen ist der beste Schutz, Reisen in Gebiete, in denen Malaria vorkommt, zu vermeiden.

Die medikamentöse Malaria-Prophylaxe ist ebenfalls eine Möglichkeit, sich gegen Malaria zu schützen. Die Medikamente verhindern, dass die Malaria-Erreger sich im Blut vermehren und schützen so vor einem Ausbruch der Krankheit. Dieser Schutz ist allerdings nicht hundertprozentig sicher, da die Parasiten in einigen Gebieten bereits resistent gegen diese Medikamente sind. Außerdem gibt es Unsicherheitsfaktoren wie die unregelmäßige Einnahme der Tabletten oder auch Komplikationen in Verbindung mit Magen-Darm-Infekten, die ein Verbleiben der Wirkstoffe im Körper verhindern.

Verbreitung von Malaria

Ein besonderes Risiko, sich mit Malaria zu infizieren, besteht in Afrika südlich der Sahara. Die Länder mit den meisten Infektionen sind Nigeria, die Demokratische Republik Kongo, Äthiopien und Tansania.

Weitere Verbreitungsgebiete sind die Regenwaldgebiete Südamerikas sowie in Asien insbesondere Myanmar, Indien, Indonesien und Papua-Neuguinea. Gründe für die starke Verbreitung der Krankheit in diesen Ländern sind, neben dem tropischen Klima, das geringe Wissen über die Krankheit und die ärmlichen Verhältnisse, in denen viele der Menschen in diesen Regionen leben müssen. Die WHO gibt an, dass rund 280 Millionen Menschen in Afrika zum Beispiel immer noch kein richtiges Moskitonetz besitzen, obwohl dieses ein effektiver Schutz ist.

Unterstützen Sie unseren Kampf gegen Malaria

Mit Ihrer Spende können Sie unseren Kampf gegen Malaria unterstützen! Sie helfen uns zum Beispiel, Schulungen in Myanmar Schulungen zu ermöglichen, in denen wir die Bevölkerung über das Thema Malaria informieren und vermitteln, wie man eine Ansteckung vermeidet.

Aufklärung über Malaria in Myanmar

Aufklärung über Malaria ist ein wichtiges Thema in Myanmar: Die Krankheit ist dort weit verbreitet. Mit Trainings über Malaria haben wir dem Bildungsrückstand der Bevölkerung zu diesem Thema den Kampf angesagt. Eine der Trainerinnen in diesem Programm ist Ma Lo Nee, die mit 19 Jahren schon eine anerkannte Expertin für das Thema Malaria ist.

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Mit Ihren Spenden stellen wir außerdem die Versorgung der von Malaria bedrohten Menschen mit Moskitonetzen und Insektensprays sicher. Mit diesen einfachen Mitteln können sie sich wirksam vor einer Infektion mit Malaria schützen.

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