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Unser Mitarbeiter berichtet aus dem Dürregebiet

Michael Fuchs bei der Auszahlung der Hilfsgelder. Foto: Malteser International

Forole ist ein kleiner Ort im Norden Kenias. Hier und in den benachbarten Gemeinden leben Menschen in rund 1.200 Haushalten, die dringende Unterstützung benötigen. Sie sind Halbnomaden. Die Männer ziehen mit dem Vieh immer wieder in andere Gegenden, dahin, wo es noch etwas Grün gibt und somit Futter für ihre Ziegen, Schafe und Kühe. Frauen und Kinder bleiben derweil in Forole. Seit rund eineinhalb Jahren hat es in der gesamten Gegend kaum geregnet und so ist mittlerweile ein großer Teil des Tierbestands der Menschen gestorben.

Michael Fuchs arbeitet als Projektassistent bei Malteser International. Um den Menschen schnell helfen zu können, ist er seit Mai nun im Büro unserer kenianischen Partnerorganisation in Marsabit und unterstützt das Team. 

Sori Mamo aus Forole weiß kaum, wie sie ihre beiden Kinder ernähren soll. Foto: Malteser International

„Es ist wirklich sehr bedrückend, wie die Lage mittlerweile ist. Viele Menschen haben Hunger und wissen nicht, wie sie in der derzeitigen Dürre die Kinder ernähren sollen. Um ihnen schnell zu helfen, zahlen wir den Bedürftigsten unter ihnen 3.000 Ksh im Monat aus. Das sind rund 30 Euro. Damit können sie sich wenigstens die notwendigsten Lebensmittel kaufen. Ich habe mit vielen Menschen aus den Dörfern gesprochen, so zum Beispiel mit Sori Mamo aus Forole. Sie ist 33 Jahre alt und hat zwei Kinder. Ihr Mann ist mit dem Vieh auf der Suche nach Futter für die Tiere. Vor der Dürre hatte die Familie 30 Ziegen. Geblieben sind ihnen nur noch 12. Von dem Geld, das wir auch ihr gezahlt haben, will sie als erstes Mais, Milch, Zucker und Öl kaufen.

Sie sagt, dass auch Wasser hier mittlerweile knapp ist, denn die Brunnen sind während der Dürre versiegt. Die Überreste der toten Tiere in ihrem Dorf zu sehen macht sie traurig.  

 

 

 

Im Juni haben wir begonnen, die Menschen mit Geld zu unterstützen. Foto: Malteser International

Sori hat mir ganz klar gesagt: Wenn die Dürre weiter anhält, und sie keine Hilfe erhalten, werden sie sterben. 

Das Vertrauen darauf, dass im Oktober die nächste Regenzeit kommt, hat sie verloren. Das ist wirklich bitter. Die 30 Euro, die wir den betroffenen Familien hier monatlich geben, werden ihnen helfen, das Notwendigste zum Überleben zu besorgen. Wir werden den Menschen zur Seite stehen, damit sie bis zur nächsten Regenzeit wieder zu Kräften kommen und dann auf eigenen Beinen stehen können.“

 

Erfahren Sie mehr über unsere Projekte in Kenia

(05.Juli 2017, Michael Fuchs & Katharina Kiecol)

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