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Nothilfe für Vertriebene in Ninawa, Nordirak

Im Juli 2017 betrug die Zahl der aus dem Nordirak kommenden Binnenvertriebenen circa 951.000. Sie waren vor den Militäreinsätzen geflohen, die in ihrer Heimat, dem Gouvernement Ninawa, ausgeführt wurden. Die Region um Tal Afar und Tel Keppe, beide innerhalb Ninawa, zählten bereits zu den ärmsten des Landes. Die jüngsten Konflikte haben die stark landwirtschaftlich geprägte Wirtschaft der Region erschüttert. Da in der Region gebietsweise noch schlimme Gefechte stattfinden, ist die Bevölkerung besorgt, man werde sie sich selbst überlassen. 

Seit März 2017 unterstützt Malteser International den Menschen vor Ort, mit der Verteilung der dringend benötigten Hilfsgüter. Seit Ausbruch der Krise hat mehr als ein Drittel der Gemeinschaften keinerlei Unterstützung erfahren. Viele von ihnen sind nicht in der Lage, für das Nötigste aufzukommen und der Großteil der Menschen hat kein Einkommen. Zusammen mit der lokalen Partnerorganisation Al-Mustaqbal Foundation (AMF) hilft Malteser International den bedürftigen Binnenvertriebenen und den Aufnahmegemeinschaften gleichermaßen. Ziel ist es, ihren dringendsten Bedarf zu decken. Das Projekt wird durch das Europäische Amt für humanitäre Hilfe (ECHO) finanziert. 

Seit 2014 war das Gouvernement Ninawa fast komplett unter der Kontrolle des sogenannten Islamischen Staates (IS). Am 17. Oktober 2016 begann die Militäroffensive, mit dem Ziel, dem IS die Kontrolle über Mossul und die umliegende Region wieder zu nehmen. Darunter leidet vor allem die Zivilbevölkerung.

Das Projekt ist für die Bewohner der Gebiete rund um die Städte Tal Afar und Tel Keppe bestimmt. Der Fokus liegt hierbei auf der Inklusion von Minderheiten. Insgesamt erreicht das Projekt 7.000 Menschen, die dadurch direkte Unterstützung erfahren.

Es werden Hilfspakete an bedürftige Binnenvertriebene und Aufnahmegemeinschaften in schwer zugänglichen Gebieten verteilt. Die Pakete beinhalten dringend benötigte Güter (wie Matratzen und Küchenutensilien) sowie Hygieneartikel für das tägliche Überleben.

Da die große Mehrheit der Flüchtlinge und Vertriebenen nicht in einem Camp lebt, müssen wir als Teil der humanitären Gemeinschaft unsere Bemühungen intensivieren, um auch diejenigen zu erreichen, denen bisher noch nicht geholfen werden konnte. 

Primäres Ziel des Projektes ist es, in neu zugänglichen Gebieten den Grundbedarf der Menschen zu decken, die vor dem Konflikt geflohen sind. Im Rahmen des Projekts wird Nothilfe in den Distrikten Tal Afar und Tel Keppe geleistet.

Sowohl Vertriebenen wie auch den sie aufnehmenden Gemeinden kommt das Projekt zugute: Sie erhalten Hilfsgüter und Hygieneartikel. 

  • Verteilung von Hilfspaketen zur Deckung des Grundbedarfs (Inhalt: Abdeckplanen, Bettwäsche, Matratzen, Küchenartikel, Solarlampen, Wasserkanister und Hygieneartikel) 

Länderinfos

Hauptstadt: Bagdad
Fläche: 437.072 km²
Bevölkerung: ca. 33,4 Millionen

Projektdaten

Laufzeit: März bis Juli 2017  
Finanzierung: Europäisches Amt für humanitäre Hilfe (ECHO)
Partner: Al Mustaqbal Foundation (AMF)

Letzte Änderung: Juli 2017

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