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Nothilfe für Vertriebene aus Mossul

Seit Beginn der Irak-Krise im Januar 2014 sind rund 3,3 Millionen Menschen innerhalb des Irak auf der Flucht. In den meisten Gouvernements wird die Not der Menschen als sehr hoch eingestuft. Zu einigen Gebieten ist der Zugang nur sehr schwer möglich, wodurch die humanitäre Hilfe stark erschwert wird.

Die Kämpfe zwischen ISIS und der irakischen Armee, unterstützt durch Miliz und internationale Koalitionen, führen immer wieder zu sich ständig verschiebenden Frontlinien und neuen Wellen von Vertreibung. Der Großteil der intern Vertriebenen ist in die Region Kurdistan geflohen und hat an Orten wie Dohuk und Erbil Schutz gesucht. Malteser International leistet seit August 2014 verstärkt Nothilfe für intern Vertriebene in dieser Region und arbeitet dabei mit der Gesundheitsbehörde in Dohuk und lokalen Partnerorganisationen zusammen.

Die Terrorgruppe ISIS hat am 10. Juni 2014 die Stadt Mosul eingenommen. Seitdem sind über eine halbe Millionen Menschen in die benachbarten Regionen geflohen. Die meisten der Binnenvertriebenen haben in der Autonomen Region Kurdistan Zuflucht gefunden und damit die Bevölkerungszahl der drei Gouvernements Dohuk, Erbil und Sulaimaniyah fast verdoppelt. Dies führte in den aufnehmenden Regionen zu einer Überlastung der öffentlichen Dienste und Infrastruktur, insbesondere des Gesundheitssystems.

Im März dieses Jahres starteten die irakischen Streitmächte erste militärische Operationen, um die Stadt Mosul zu befreien. Seitdem sind über 20.000 Menschen geflüchtet, davon ein Viertel in die Autonome Region Kurdistan. Die irakische Regierung schätzt, dass sich noch immer rund 1,2 Millionen Menschen in Mosul befinden und weitere 0,8 Millionen in den umliegenden Distrikten und Dörfern.

Es wird davon ausgegangen, dass die meisten der bisher in der Stadt eingeschlossenen Menschen fliehen werden, sobald es eine sichere Fluchtmöglichkeit gibt. Man schätzt das ungefähr 250.000 Menschen in die Autonome Region Kurdistan und Regionen unter der Kontrolle der Peschmerga fliehen wird.

Ziel des Projektes ist die Bereitstellung medizinischer Primärversorgung für neu ankommende Binnenvertriebene, insbesondere aus der Region in und um Mosul.

  • Erhebung der Bewegung und medizinischen Bedarfe von Binnenvertriebenen aus Mosul in Übereinstimmung mit lokalen und internationalen Partnern aus dem Gesundheitsbereich.
  • Binnenvertriebene aus Mosul haben Zugang zu Basisgesundheitsversorgung im Gouvernement Dohuk und im Gouvernement Erbil.

Länderinfos

Hauptstadt: Bagdad
Fläche: 437.072 km²
Bevölkerung: ca. 33,4 Millionen

Projektdaten

Laufzeit: August 2016 bis Februar 2017   
Finanzierung: Auswärtiges Amt, Aktion Deutschland Hilft
Partner: Doctors Aid Medical Activities (DAMA), Gesundheitsbehörde in Dohuk

Letzte Änderung: November 2016

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