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Hunger is not natural

#HungerIsNotNatural - Gemeinsam gegen den weltweiten Hunger

(Un-)gewohntes Bild: Leere Teller

Weihnachtszeit: Für viele die Zeit der Besinnung, der Dankbarkeit. Ein paar Tage im Jahr, an denen wir besonders zur Ruhe kommen und Zeit mit Familie, Freundinnen und Freunden verbringen. In vielen Ländern ist dabei auch das gemeinsame Weihnachtsessen mit besonderen oder traditionellen Gerichten fester Bestandteil der Feierlichkeiten. Es ist eine schöne Tradition, und doch eine, die nicht alle Menschen teilen können. Denn zu viele Teller bleiben leer. Nicht nur zur Weihnachtszeit: Für 828 Millionen Menschen weltweit ist Hunger leiden Realität – Tag für Tag.

Noch immer und wieder vermehrt erreichen uns Bilder, Zahlen, persönliche Geschichten aus vielen Teilen der Welt - von Menschen, die nicht genug zu essen haben, die Hunger leiden. Fortschritte, die im Kampf gegen den weltweiten Hunger erreicht wurden, haben Rückschläge erlitten. Die Gründe dafür sind vielfältig und doch gibt es vier zentrale Treiber: Kriege und Konflikte, der Klimawandel, Pandemien und Armut. Sie nähren den weltweiten Hunger.

Der globale Hunger begleitet uns, wie es scheint, schon immer. Wir sind uns bewusst, dass zu viele Menschen weltweit hungern, wir wissen darum und wir fühlen mit. Und doch darf es nicht „normal“ werden. Hunger ist keine natürliche Situation: #HungerIsNotNatural. Er ist vermeidbar, durch Menschen verursacht und durch Menschen besiegbar. Wir alle können dabei unterstützen, diese Missstände zu bekämpfen.

Viele dürfen dankbar sein für volle Teller – zur Weihnachtszeit und darüber hinaus. Und zusammen können wir einen Unterschied machen: gemeinsam gegen Hunger. Spenden Sie jetzt!

Hunger ist nicht natürlich: Die größten Treiber von Hunger

Kriege und Konflikte nähren den Hunger

Kriege und Konflikte sind eine der Hauptursachen von Hunger. 60 Prozent der weltweit hungernden Menschen leben in Konfliktgebieten (Quelle: WFP). Alle Länder, in denen im Jahr 2020 eine Hungersnot herrschte, waren von Konflikten betroffen (Quelle: Heinrich-Böll-Stiftung). Die weltweit steigende Zahl an Kriegen und Konflikten – in Wechselwirkung mit dem Klimawandel, Pandemien und Armut – macht dabei wichtige Fortschritte der vergangenen Jahrzehnte im Kampf gegen den Hunger zunichte. Die Auswirkungen von Kriegen und Konflikten auf Ernährungssysteme betreffen und gefährden dabei die gesamte Versorgungskette: Anbau, Ernte, Produktion, Transport, Vermarktung, Konsum usw.

Auch Flucht und Vertreibung infolge von Konflikten haben verheerende Konsequenzen für die Ernährungssituation der Menschen. Sie müssen ihre Häuser, ihr Hab und Gut, ihre Felder und ihr Vieh zurücklassen. Infolge werden viele Felder nicht mehr bestellt, Ernten fallen aus, insgesamt wird also weniger Nahrung produziert. Hinzu kommt, dass die Menschen mit der Flucht jegliche Lebensgrundlage verlieren und kein Geld mehr haben, sich eine ausgewogene Ernährung zu leisten. Als Geflüchtete sind sie meist von Nahrungsmittelhilfen abhängig und haben z.B. in Flüchtlingscamps kaum Platz, eigene Lebensmittel anzubauen. Häufig ist Mangelernährung die Folge. Gleichzeitig wird durch Kriege und Konflikte wichtige (landwirtschaftliche) Infrastruktur zerstört, Märkte gestört und Handel erschwert. All diese Faktoren treiben die Lebensmittelpreise in die Höhe, wie der Ukraine-Krieg in einem globalen Ausmaß zuletzt gezeigt hat, und der Hunger steigt weiter.

Hunger wurde und wird wieder vermehrt außerdem als Kriegswaffe eingesetzt, um politische Ziele zu erreichen oder den Gegner zu schwächen bzw. zur Kapitulation zu zwingen. Konfliktparteien setzen z.B. Anbauflächen in Brand, versperren humanitären Helfenden den Zugang zur notleidenden Bevölkerung oder greifen die Helfenden an.

Hunger und Unterernährung können auch selbst zum Auslöser für Instabilität, Gewalt und letztendlich Konflikte werden. Verteilungsungleichheiten und ein Anstieg von Lebensmittelpreisen bergen im Zusammenspiel mit weiteren Faktoren ein Risiko für politische Unruhen.

Die Zusammenhänge von Hunger und Krieg sind komplex und unterscheiden sich je nach Kontext und Region, doch es ist klar: Konflikte nähren den weltweiten Hunger und gefährden damit Millionen Menschenleben. Stehen Sie gemeinsam mit uns den Menschen, die von Krieg und Hunger betroffen sind, zur Seite. Spenden Sie jetzt!

Pandemien nähren den Hunger

Der Hunger in der Welt hat einem UN-Bericht zufolge seit der Corona-Pandemie deutlich zugenommen. So habe 2020 zeitweise knapp einer von drei Menschen weltweit keinen sicheren Zugang zu ausreichenden Nahrungsmitteln gehabt. Die Pandemie hat vulnerable Menschen weltweit unverhältnismäßig stark getroffen. Vor allem im globalen Süden, wo besonders viele Menschen im informellen Sektor arbeiten, beispielsweise im Straßenhandel oder als Tagelöhner, waren die Ausgangs-beschränkungen drastisch und haben so zu gravierenden Einkommensverlusten geführt. Da in Regionen wie Asien, Afrika und Lateinamerika meist auch soziale Sicherungssysteme fehlen, bedeutet das, dass sich viele Menschen keine Nahrungsmittel mehr leisten konnten. 

Die Pandemie hat Schwächen in unseren Ernährungssystemen offengelegt: globale Lieferketten wurden gestört, der Zugang zu Lebensmitteln erschwert und Nahrungsmittelpreise sind weltweit gestiegen. Das hat dazu geführt, dass mehr Menschen hungern oder in Ernährungsunsicherheit leben. Laut Unicef sind weltweit rund 150 Millionen Kinder zusätzlich von multidimensionaler Armut betroffen – das heißt, dass es ihnen und ihren Familien nicht nur an finanziellen Mitteln, sondern auch an Zugang zu Nahrungsmitteln und sauberem Trinkwasser mangelt. Infolge der Pandemie wurden zudem über Monate hinweg Schulen geschlossen und viele Kinder erhielten keine Schulspeisungen mehr - oft die einzige Mahlzeit, mit der sie täglich rechnen konnten.

Auch heute noch leiden viele Menschen weltweit an den Auswirkungen der Pandemie. Deswegen schaffen wir mit unseren Projekten nachhaltige Einkommensmöglichkeiten und sichern den Zugang zu Lebensmitteln. Unterstützen Sie uns mit Ihrer Spende!

Klimawandel nährt den Hunger

Der Klimawandel zählt zu den Herausforderungen unserer Zeit. Er ist menschengemacht und seine Folgen werden mehr und mehr sichtbar: Überschwemmungen, Dürren, Hitzewellen, Waldbrände, Klimaextreme nehmen zu – weltweit. Die Veränderungen des Weltklimas haben immer mehr Einfluss auf die Menschen und auf ihre Ernährung. In einigen Ländern sind sie fatal. 828 Millionen Menschen weltweit haben nicht genug zu essen, das ist jeder zehnte Mensch. 98 Prozent dieser Menschen lebt in Ländern des Globalen Südens. Sie sind am stärksten von den Folgen des Klimawandels betroffen und verfügen nicht über die notwendigen Ressourcen ihnen entgegen wirken zu können.

In Regionen, die bereits hohe Hunger- und Armutszahlen aufweisen, ist die Bevölkerung oftmals von der Landwirtschaft abhängig. Bleiben Niederschläge aus oder treten andere Wetterextreme auf, fallen Ernten aus, werden minimiert oder ruiniert, Nutztiere verenden. Teile Ostafrikas, z.B. der Norden Kenias, leiden derzeit unter einer der schwersten Dürren der letzten 40 Jahre. In Pakistan hat eine historische Flut in diesem Sommer die Ernten zerstört. Aufgrund von Wetterextremen werden auch die Anbauverhältnisse zunehmend schwieriger, die Böden tragen nicht mehr. In der Folge steigen die Preise für Lebensmittel aufgrund der Verknappung. Menschen sind nicht mehr in der Lage, die teurer werdenden Grundnahrungsmittel zu kaufen.

In Küstenregionen verlieren Land- und Anbauflächen aufgrund des steigenden Meeresspiegels an Fläche. Ökosysteme verändern sich durch schwankende Temperaturen. Das wirkt sich auf den Lebensraum vieler Tierarten, wie beispielsweise Fische aus, die zuvor Nahrungs- und Einnahmequelle von Menschen waren.

Die Liste der Auswirkungen des Klimawandels auf die Ernährungssicherheit ist lang – die Zusammenhänge teils komplex. Aber Fakt ist: Der Klimawandel ist eine der zentralen Ursachen für Hunger und Armut weltweit. Die Anzahl der Menschen, die hungern, könnte aufgrund der Klimakrise bis zum Jahr 2080 noch um weitere 600 Millionen Menschen steigen (Quelle WHH). Das müssen wir verhindern: Gemeinsam können wir einen Unterschied machen! Spenden Sie jetzt!

Armut nährt den Hunger

Armut ist eine der Hauptursachen für Hunger – sowohl in Ländern des Globalen Südens als auch des Globalen Nordens. Armut und Hunger sind eng miteinander verzahnt. Wer nicht genügend Geld hat, hat meist nicht die Möglichkeit, sich und seine Familie ausgewogen und gesund zu ernähren. Gleichzeitig beeinflussen Hunger und Mangelernährung das Produktivitäts- und Leistungsniveau und machen Menschen und Regionen anfälliger für Armut. Es entsteht ein Teufelskreis. Viele Jahre ging die Zahl der Menschen, die in extremer Armut – also von weniger als 2,15 Dollar pro Tag – leben, zurück. Die Auswirkungen der Covid-19 Pandemie bedeuteten einen herben Rückschlag für diese positive Entwicklung. Erstmalig stiegen die Armutszahlen im Jahr 2020 wieder an.

Die aktuell steigenden Lebensmittel- und Energiepreise infolge des Ukraine-Kriegs und des Klimawandels verlangsamen eine Erholung von diesem Rückschritt. Gerade chronischer Hunger, ein Zustand dauerhafter Unterernährung, steht in direkter Verbindung zu Armut. Betroffenen fehlen die Mittel für eine gesunde Ernährung, sauberes Trinkwasser und eine angemessene Gesundheitsversorgung. Zwar leidet nicht jede arme Person unter chronischer Unterernährung, jedoch lebt beinahe jede chronisch unternährte Person unterhalb der Armutsgrenze.

Wir setzen uns mit einkommensschaffenden Maßnahmen gegen Armut ein und legen in unseren Projekten u.a. einen Fokus auf die Ernährungssicherung von Müttern und ihren Babys, um Mangel- und Unterernährung zu bekämpfen und den Teufelskreis von Armut und Hunger zu durchbrechen. Helfen Sie mit und spenden Sie jetzt!

Geschichten über den weltweiten Kampf gegen den Hunger - So helfen wir:

Kenia: Dürre und Hungersnot

„Es sind nur noch vier Tiere von meiner Herde übrig." Seit 2020 hat es in Teilen Kenias nicht ausreichend geregnet - mit fatalen Folgen. Wir helfen den betroffenen Menschen.

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Pakistan: Hunger nach der Flut

„Wir konnten nur die Kinder und unser Leben retten. Jetzt haben wir nichts mehr und leben auf der Straße. Es gibt kein Essen und kaum Hilfe.“ 

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Hungersnot in Syrien

Umm Ibrahim lebt mit ihren Kindern im Norden Syriens. Dort bewirtschaftet sie ein Stück Land, aber die schlechte Ernte brachte die Familie in finanzielle Schwierigkeiten. 

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Pandemie in Kenia: Und plötzlich das Nichts

Die Menschen in den Slums waren vor der Pandemie arm, aber mit der Pandemie begannen sie buchstäblich zu hungern.

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Weiterführende Infos zu Hunger und unserer Arbeit für eine gesunde Ernährung:

#HungerIsNotNatural - Spenden Sie jetzt gegen den Hunger!
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