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Schulmahlzeiten-Programm: Verbesserung von Ernährung und Bildung

Das Bildungssystem in der Demokratischen Republik Kongo steht vor großen Herausforderungen, wobei eines der drängendsten Probleme die niedrige Einschulungsquote von Kindern ist. Trotz der Bemühungen, den Zugang zur Bildung zu verbessern, hat ein erheblicher Teil der Bevölkerung, insbesondere in den ländlichen Gebieten, immer noch keinen Zugang zu einer qualitativ hochwertigen Schulbildung. Faktoren wie Armut, unzureichende Infrastruktur und anhaltende Konflikte tragen zu diesem Problem bei. Darüber hinaus bestehen nach wie vor geschlechtsspezifische Ungleichheiten: die Einschulungsquote von Mädchen ist häufig niedriger ist als die von Jungen. Die Bewältigung dieser Probleme bleibt eine wichtige Priorität für das Bildungssystem des Landes, um der Jugend eine bessere Zukunft bieten zu können.

Im Jahr 2023 begannen wir mit einem umfassenden Schulmahlzeiten-Programm zur Verbesserung der Schulbesuchsrate und des Ernährungszustands von Grundschulkindern in der Provinz Ituri. Dies umfasst nicht nur die Bereitstellung von Schulmahlzeiten für insgesamt 8.000 Grundschüler und -schülerinnen, sondern auch von Wochenendrationen für sie und ihre jüngeren Geschwister. Darüber hinaus engagieren wir uns aktiv für die Förderung einer nachhaltigen Nahrungsmittelproduktion durch landwirtschaftliche Aktivitäten, um die Eigenständigkeit der von uns betreuten Gemeinden zu stärken. Unsere Bemühungen umfassen die Herstellung von einem Mais-Soja-Gemisch, einem wichtigen Nahrungsergänzungsmittel, das auf einer lokalen Lieferkette basiert und so zur ganzheitlichen Entwicklung und zum Wohlbefinden der Kinder und Bauern der Region beiträgt. Mit diesen Initiativen setzen wir uns für die Verbesserung des Zugangs zu Bildung ein und bekämpfen gleichzeitig Hunger und Unterernährung.

Landesweit schaffen es in der DR Kongo nur etwa 70 % der Kinder, die Grundschule abzuschließen. Eine Zahl, die in den krisengeschüttelten Provinzen im Osten der DR Kongo wie Ituri sogar noch weiter sinkt. Die Einschulungsquote von Mädchen ist noch niedriger. Die individuellen Entwicklungschancen vieler Kinder und die der Gesellschaft im Allgemeinen werden dadurch stark beeinträchtigt.

Mehrere Faktoren tragen zu dem Einschulungsgefälle bei. Wirtschaftliche Nöte und die in der Provinz weit verbreitete Kinderarbeit zwingen viele Familien, der unmittelbaren Einkommenserzielung Vorrang vor der Schulbildung einzuräumen. Darüber hinaus geben tief verwurzelte kulturelle Normen und traditionelle Überzeugungen der Bildung von Jungen oft den Vorrang. Weitere Faktoren sind die Unsicherheit aufgrund des bewaffneten Konflikts und der Mangel an qualifiziertem Personal in den Schulen.

Wir streben an, den Schulbesuch und die Abschlussquote von insgesamt 8.000 Schülerinnen und Schülern an 12 Grundschulen in der Provinz Ituri zu verbessern. Außerdem wollen wir den Ernährungszustand dieser Kinder und ihrer Geschwister im Vorschulalter verbessern. Indem wir uns dabei zunehmend auf lokale Produkte konzentrieren, schaffen wir Lieferketten, die gleichzeitig die finanzielle Situation der Bauern unterstützen und die ländlichen Gemeinden stärken.

  •  Bau von Schulküchen
  • Lokale Produktion und Lieferung von Lebensmitteln für die Schulverpflegung
  • Lokale Produktion von Mais-Soja-Gemisch als Verpflegung zum Mitnehmen, unter Verwendung lokaler Produkte
  • Ernährungsbildung für Schülerinnen und Schüler und deren Eltern sowie für Lehrerinnen und Lehrer
  • Bau und Sanierung von Wasserquellen an Schulen

Länderinfos

Hauptstadt: Kinshasa
Fläche: 2.345.410 km²
Bevölkerung: ca. 102,3 Millionen

Projektdaten

Finanzierung: DG INTPA, BMZ
Partner: lokale und staatliche Behörden, Gesundheitseinrichtungen

 

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