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Dieses Projekt wurde abgeschlossen.

Lebensrettende WASH-Nothilfe in Pulka

Unser Ziel ist es, lebensrettende WASH-Dienste für die Menschen in Pulka bereitzustellen. Dazu gehören der Zugang zu einer sicheren und ausreichenden Trinkwasserversorgung durch aktive Chlorierung sowie die Einrichtung und Instandhaltung sicherer und menschenwürdiger Sanitäreinrichtungen. Außerdem stellen wir geschlechts- und altersgerechter Hygieneinformationen bereit und arbeiten präventiv in der Bekämpfung von Choleraausbrüchen. Ein wichtiger Aspekt unserer Arbeit ist die gezielte Unterstützung heranwachsender Mädchen. Auf kulturell sensible Weise klären wir über Menstruationsgesundheit und -hygiene auf.

In den Staaten Borno, Adamawa und Yobe (BAY-Staaten) sind aktuell 5,1 Millionen Menschen dringend auf Unterstützung im Wasser-, Sanitär- und Hygienesektor (WASH) angewiesen, die Mehrheit davon sind Kinder (Humanitarian Response Plan 2023). Damit ist der Bedarf im Vergleich zum Vorjahr deutlich angestiegen. 2022 lag dieser noch bei 3 Millionen Betroffenen.

Ein Grund für die unzureichende Wasserversorgung in der Projektregion ist der Zustand vieler Bohrlöcher, die dringend gechlort und saniert werden müssen. Der Mangel an sauberem Wasser und adäquaten sanitären Einrichtungen hat bereits zu einer Vielzahl von Problemen geführt. Dazu zählt auch der Konsum von Wasser aus unsicheren Quellen. Dies trug dazu bei, dass im Jahr 2022 mehr als 1.000 Fälle von Cholera in den BAY-Staaten gemeldet wurden, wobei Borno die am stärksten betroffene Region mit über der Hälfte der Fälle darstellte (OCHA 2022). 

Im Südwesten Bornos hat die Region Pulka besonders stark mit den Auswirkungen des Boko-Haram-Aufstands zu kämpfen, der zu umfangreichen Vertreibungen und einer sehr fragilen Sicherheitssituation geführt hat. Der beständige Zustrom von Binnenvertriebenen und Rückkehrern führt zu einer Erhöhung der Bedarfe und zu einer Überlastung knapper lokaler Ressourcen. Dies beeinträchtigt auch die Infrastruktur für Wasser, Sanitärversorgung und Hygiene erheblich.

Durch Sicherheitsbedenken, wiederholte konfliktbedingte Unterbrechungen und das Fehlen solider Partnerschaften mit lokalen Gesundheitsorganisationen waren und sind die Möglichkeiten humanitärer Unterstützung im Raum Pulka stark eingeschränkt. Dies hat zu einer weiteren Verschlechterung des Gesundheitssystems beigetragen und die Schwierigkeiten und Risiken für die Bevölkerung verstärkt. 

Ein weiterer verschärfender Faktor sind Schäden durch den Wind, dem sanitäre Einrichtungen und Wassersysteme bedingt durch Klimawandel und Abholzung in erhöhtem Maße ausgesetzt sind. 

Wir wollen Folgendes verbessern: 

  • eine sichere und ausreichende Trinkwasserversorgung 

  • sichere und menschenwürdige sanitäre Einrichtungen 

  • angemessene geschlechts- und altersgerechte Hygieneinformationen 

  • Informationen zur Vorbereitung und Reaktion auf Choleraausbrüche teilen, um die Risiken für die öffentliche Gesundheit zu mindern. 

  • Instandsetzung von Handpumpen in Flüchtlingslagern und Aufnahmegemeinden 

  • Ausbildung von WASH-Ausschüssen 

  • Tägliche Chlorierung und Prüfung des Wassers 

  • Bau von Haushaltslatrinen 

  • Sanierung von Sanitärblöcken (Latrinen und Duschen) 

  • Bau von Mülldeponien für Abfälle in Lagern und Gastgemeinden 

  • Unterstützung der Abwasserkontrolle und der Bewirtschaftung von Abfällen durch die Bereitstellung von Sanitärkits für die WASH-Ausschüsse 

  • Ausbildung von Vermittlern, die heranwachsende Mädchen auf verschiedenen Ebenen in der Gemeinde über Menstruationshygiene aufklären und schulen werden 

  • Schulung von heranwachsenden Mädchen zum Thema Menstruationshygiene, durchgeführt an Sekundarschulen 

  • Durchführung von Hygienesensibilisierungskampagnen mit auf Cholera zugeschnittenen Botschaften zur Eindämmung von Choleraausbrüchen 

  • Verteilung von Cholera-Kits an Haushalte im Camp C in Pulka 

  • Durchführung von Schulungen für WASH-Ausschüsse zur Bekämpfung der Cholera und Bereitstellung von Desinfektionssets 

  • Durchführung von Umweltdesinfektionskampagnen in Wohnhäusern und sanitären Einrichtungen, um die Ausbreitung der Cholera zu verringern 

 

Länderinfos

Hauptstadt: Abuja
Fläche: 923,770 km²
Bevölkerung: ca. 218,54 Millionen

Projektdaten

Finanzierung: Nigeria Humanitarian Fund (NHF)

Partner: Polizei, Gesundheitszentren, Schulen

 

 

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