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Nachhaltige Landwirtschaft im Südsudan

Im Bezirk Maridi im südwestlichen Südsudan lebt die Mehrheit der Bevölkerung von der Landwirtschaft. Von gewaltvollen Auseinandersetzungen des Bürgerkriegs wurde die Region zwar weitestgehend verschont, jedoch mangelt es an Saatgut, modernen Anbautechniken und landwirtschaftlichen Geräten. Viele Menschen haben aus diesem Grund nicht ausreichend zu essen.

Wir setzen uns im Südsudan gemeinsam mit unseren lokalen Partnern für bessere Lebensgrundlagen der Menschen ein, indem wir die Voraussetzungen für eine erfolgreiche und auf eine gesunde Ernährung ausgerichtete Landwirtschaft schaffen: Wir verteilen Werkzeug und Saatgut, schulen die Menschen in modernen und vor Ort umsetzbaren Anbaumethoden und versuchen, die Veterinärmedizin in der Region wiederzubeleben. Darüber hinaus statten wir Schulen mit Lehrmaterialien und Schulgärten mit Saatgut, Pflanzen und Werkzeugen aus, damit Landwirtschaft wieder als Unterrichtsfach angeboten werden kann.

Seit Jahren herrscht im Südsudan Bürgerkrieg. Auch in der Region Western Equatoria kam es im Jahr 2015 vermehrt zu gewaltvollen Auseinandersetzungen. Der Bezirk Maridi, der sich in dieser Region befindet, wurde zwar weitgehend von den Konflikten verschont, jedoch leidet auch dort die Bevölkerung unter den Auswirkungen der Gewalt. Die Mehrheit der Menschen in Maridi lebt von der Landwirtschaft. Sie verfügen jedoch nicht über genügend Saatgut, landwirtschaftliche Geräte und das Wissen über neue Anbaumethoden, um mit ihrer Ernte ihre Familien ausgewogen und ausreichend ernähren zu können. Hinzu kommen Probleme bei der Lagerung und Verarbeitung der Ernten. Ein gut funktionierender Agrarsektor mit untereinander organisierten Landwirten könnte zu einer sicheren und besseren Ernährungssituation in Maridi beitragen.

Unser Ziel ist es, die Landwirtschaft in Maridi nachhaltig zu fördern und so die Einkommensmöglichkeiten und Lebensgrundlagen der Bevölkerung zu verbessern. Dabei soll der Fokus nicht nur auf der Steigerung der landwirtschaftlichen Produktion liegen. Auch die Qualität der Ernteerträge soll verbessert werden, um den Menschen eine gesunde und ausgewogene Ernährung zu ermöglichen.

Unsere Ziele sind:

  • Verbesserung der Einkommensquellen und der Nahrungsmittel für besonders arme Haushalte
  • Verbesserung der Versorgung mit Saatgut sowie der Verarbeitung, Lagerung und Vermarktung lokaler Produkte durch den Aufbau landwirtschaftlicher Kooperativen
  • Wiederbelebung der veterinärmedizinischen Versorgung
  • Unterstützung von Schulgärten und Bereitstellung von Lehrmaterial für Schulen
  • Stärkung unserer Partnerorganisationen durch Aufbau und Stärkung von Managementkapazitäten
  • Bereitstellung von landwirtschaftlichen Geräten und Saatgut für höhere Erträge und eine vielfältigere Nahrungsmittelproduktion
  • Entwicklung von speziell angepasstem Lehrmaterial und Durchführung von Schulungen zu landwirtschaftlichen Themen
  • Unterstützung der lokalen Landwirtschaftsbehörde beim Angebot von tierärztlichen Dienstleistungen
  • Sensibilisierung der Bevölkerung via Radio zu Erkrankungen des Viehbestands
  • Mobilisierung und Gründung von landwirtschaftlichen Verbänden wie Kooperativen und Erzeugergemeinschaften
  • Bau, Instandhaltung und Verbesserung von Kleinsilos und Lagerstätten für Ernteerträge
  • Ausstattung von Schulen mit landwirtschaftlichen Geräten und Saatgut für Schulgärten
  • Schulunterricht zu Themen rund um Landwirtschaft und Ernährung (gesunde Ernährung, Wasser, Sanitär und Hygiene, Lebensmittelhygiene etc.)

Länderinfos

Hauptstadt: Juba
Fläche: 644.329 km²
Bevölkerung: ca. 12 Millionen

Projektdaten

Laufzeit: seit September 2015
Finanzierung: Bundesministerium für Entwicklung und wirtschaftliche Zusammenarbeit (BMZ)
Partner: Rural Action Against Hunger (RAAH), New Sudan Women Federation Maridi (NSWF)

Letzte Änderung: August 2018

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