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Südsudan: Unterstützung für Binnenvertriebene und die Aufnahmegemeinschaft

Die Folgen des jahrelangen Bürgerkriegs im Südsudan sind verheerend. Die Hälfte der Bevölkerung hat nicht genügend zu essen. Vier Millionen Menschen mussten ihre Heimatorte verlassen. Die Stadt Wau im Südsudan ist ein Zufluchtsort für mehr als 100.000 dieser Binnenflüchtlinge geworden. 40.000 von ihnen sind in Flüchtlingscamps untergekommen, der Rest hat sich in der Stadt und ihrer Umgebung niedergelassen. Doch auch hier sind die Lebensbedingungen katastrophal: Vertriebene wie Aufnahmegemeinschaften leiden unter einer schweren Nahrungsmittelkrise – eine Folge der anhaltenden Konflikte, des Klimawandels und der gesamtwirtschaftlichen miserablen Situation. Viele Kinder sind unterernährt. Hinzu kommen weitere Probleme: Das Wasser ist knapp und führt zu Konflikten zwischen den Gemeinden. Durch das mangelnde Abwassersystem verbreiten sich Krankheiten wie Cholera. Insbesondere die schwächsten Gruppen wie Frauen, Kinder und ältere Menschen leiden am meisten unter diesen Zuständen.

Wir wollen diese Lebensbedingungen ändern und arbeiten für die Verbesserung der Situation der Binnenvertriebenen und Aufnahmegemeinschaften. Aus diesem Grund setzen wir uns für eine sichere und ausgewogene Ernährung, einen besseren Zugang zu sauberem Wasser und eine angemessene Sanitär- und Hygienesituation ein.

Die langjährigen Konflikte im Südsudan verschärfen die Not der Menschen. Kämpfe und Vertreibungen haben verheerende Folgen für die Lebensbedingungen der Südsudanesen. In Wau ist die Ernährungs-, Hygiene- und Wassersituation äußerst problematisch.

Die Situation in Wau ändert sich sehr schnell. Daher passen wir unsere Hilfeleistungen regelmäßig an die Bedürfnisse der Menschen vor Ort an. Durch das Bohren von Brunnen und die Verteilung von Hygienesets wollen wir die Ausbreitung von durch Wasser übertragbare Krankheiten wie Cholera bekämpfen. Gleichzeitig kann so die Gesundheit und das Wohlbefinden der Menschen verbessert werden. Unser Schulspeiseprojekt kombiniert Hygiene- und Ernährungstraining, um sicherzustellen, dass die Kinder jeden Tag mindestens eine warme, nahrhafte Mahlzeit in der Schule zu sich nehmen. Diese Mahlzeiten dienen auch als Anreiz für Eltern, ihre Kinder, insbesondere Mädchen, zur Schule zu schicken.

  • Verbesserte Ernährung für besonders von Hunger betroffene Haushalte
  • Besserer Zugang zu Wasser und sanitären Einrichtungen
  • Verbesserte Ernährungs- und Hygienesituation für Grundschulkinder
  • Mehr Einschulungen und weniger Schulabbrüche, mit Fokus auf Mädchen
  • Bereitstellung von Schulmahlzeiten und Kochutensilien für Grundschulen; Verbesserung des Zugangs zu Wasser an den Schulen und Durchführung von Trainings in Hygiene für Kinder und Schulpersonal
  • Bohren von Brunnen und Aufrüsten von bestehenden Wassersystemen zu solarbetriebenen Pumpen
  • Förderung von Gemeinden betriebenen Wassermanagementsystemen
  • Förderung und Kapazitätsaufbau von Gemeindemitgliedern, die im Wassermanagement tätig sind
  • Bau von Latrinen und anderen Sanitäranlagen
  • Verteilung von Hygienesets und Schulung zur richtigen Anwendung der Hygieneartikel
  • Verteilung von Wassertanks
  • Monatliche Verteilungen von Bargeld für die am stärksten gefährdeten Haushalte

Länderinfos

Hauptstadt: Juba
Fläche: 644.329 km²
Bevölkerung: ca. 12 Millionen

Projektdaten

Laufzeit: seit Juni 2016
Finanzierung: Auswärtiges Amt, Aktion Deutschland Hilft (ADH)

Letzte Änderung: August 2018

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