EN | DE | FR
Jetzt Spenden

Geburtsklinik in Tansania: Ein sicherer Hafen für schwangere Frauen auf der Flucht

Ein Leben in Gesundheit und Würde beginnt mit einer sicheren Geburt. In Tansania liegt ein Schwerpunkt unserer Arbeit auf der Geburtshilfe. Das ostafrikanische Land hat 200.000 Flüchtlinge aus Burundi aufgenommen. Sowohl die schwangeren Frauen unter den geflüchteten Burundierinnen als auch die schwangeren Frauen aus den aufnehmenden tansanischen Gemeinden benötigen dringend eine professionelle medizinische Betreuung für eine sichere Geburt.

Tansania: Komplikationen während der Geburt sind eine häufige Todesursache

Eine Geburt ist immer eine Herausforderung. Wehen können sich über viele Stunden ziehen und immense Schmerzen für die Frauen verursachen. Der Muttermund kann verschlossen bleiben. Die Lage des Kindes kann sich als ungünstig für eine natürliche Geburt erweisen. Nicht enden wollende Blutungen können das Leben der Mutter in Gefahr bringen. Es gibt viele verschiedene Gründe, die eine professionelle Geburtsbegleitung überlebenswichtig für die Frauen und ihre Neugeborenen machen. Im Jahr 2018 starben allein in Tansania 44.000 Neugeborene während der Entbindung oder kurze Zeit danach.

Professionelle Geburtsbegleitung rettet das Leben schwangerer Frauen und ihrer Kinder

In Tansania können schwangere Frauen unsere Geburtsklinik im Mtendeli Flüchtlingscamp aufsuchen, um die ihre Kinder sicher auf die Welt zu bringen. Wir haben die Geburtsklinik im Jahr 2016 gebaut und ausgestattet. Das tansanische Rote Kreuz betreibt die Klinik. Dort gibt es nicht nur einen Kreißsaal, in dem ausgebildete Hebammen den Frauen während der Entbindung zur Seite stehen, sondern auch einen professionell ausgestatteten Operationssaal, in dem Chirurgen notfalls auch einen Kaiserschnitt vornehmen können.

Ein Kaiserschnitt kann Mutter und Kind das Leben retten. Der Eingriff kostet 100 Euro.
Jetzt Spenden

Unsere Geburtsklinik: Wo die Zwillinge von Evaline aus Burundi und das Baby der Tansanierin Regine per Kaiserschnitt auf die Welt kamen. Lernen Sie sie kennen!

Die Geburtsklinik will zur Solidarität zwischen einheimischen und geflüchteten Schwangeren beitragen

Die Malteser International Geburtsklinik im Mtendeli Flüchtlingscamp, Tansania: Die Geburtsklinik von Malteser International bietet werdenden Müttern auf der Flucht einen sicheren Ort für ihre Entbindung. Foto: Nyokabi Kahura/Malteser International

Bei den meisten Schwangeren, die die Geburtsklinik aufsuchen, handelt es sich um Burundierinnen, die nach jahrelang erlebter Gewalt in ihrer Heimat ins südliche Nachbarland Tansania flohen. Mit ihrer Flucht gaben sie alles auf, was sie damals besaßen: Ihre Häuser, ihre Jobs, ihre Hoffnung auf eine gute Zukunft. Die Hoffnung auf ein sicheres Leben trieb sie nach Tansania.

„Unsere Geburtsklinik ist jedoch für alle Frauen in der Umgebung offen und die Behandlung ist für sie kostenfrei“, betont Anne Hild, Tansania-Referentin bei Malteser International. „Die Mitarbeiter der Geburtsklinik sind für die geflüchteten Burundierinnen und für die einheimischen Tansanierinnen da, weil jede Frau und jedes neugeborene Leben zählt. Wir wollen aber auch zu einer Solidarität zwischen den Frauen unterschiedlicher Herkunft beitragen. Die gemeinsam geteilte Erfahrung, ihr Baby unter einem Dach auf die Welt gebracht zu haben und sich gegenseitig in den ersten Tagen nach der Geburt unterstützt zu haben, hat schon vielen Fällen ihren Zusammenhalt untereinander gestärkt.“

Oktober 2019, Susanna Cho

+++ Ein neues Leben ist das schönste Geschenk. Helfen Sie schwangeren Frauen, ihr Kind gesund auf die Welt zu bringen! +++
Jetzt Spenden

Cookie Hinweis

Diese Webseite verwendet Cookies, um die Benutzerfreundlichkeit zu erhöhen. Durch die weitere Nutzung der Webseite stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu.
Mehr Details zu unserem Tracking finden Sie hier.

Facebook Pixel

Zur Auswertung von Kampagnen nutzt diese Webseite einen Facebook Pixel, der eine bessere Erfolgskontrolle von Werbekampagnen ermöglicht. Ihre Daten werden anonymisiert übermittelt und können nicht auf Sie persönlich zurückgeführt werden.