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Bessere Gesundheitsbedingungen und Katastrophenvorsorge in den Flüchtlingscamps und Gemeinden in Cox's Bazar

Um die Bedingungen in den überfüllten und unterversorgten Flüchtlingscamps für die Menschen zu verbessern, sind wir seit Beginn der Krise vor Ort und leisten in den Bereichen Gesundheit, Wasser, Hygiene und Ernährung wichtige Hilfe.

Konkret bieten wir grundlegende medizinische Leistungen und psychosoziale Beratung in drei Gesundheitseinrichtungen sowie in den umliegenden Gastgemeinden an. Seit 2021 unterstützen wir unseren Partner Gonoshasthaya Kendra auch bei seiner Arbeit auf der Insel Bhasan Char, auf die bisher rund 20.000 Geflüchtete umgesiedelt wurden (Stand 11/2021). Wir stehen in engem Kontakt zu den Gesundheitsbehörden in Bangladesch und können so schwierige Fälle bei Bedarf an nahegelegene Kliniken überweisen. Um die Verbreitung von Krankheiten einzudämmen, führen wir zusätzlich Gesundheits- und Hygienetrainings durch und haben an Schulen die Wasserversorgung und Sanitäranlagen verbessert. Außerdem stellen wir durch die Entwicklung von Notfallplänen und das Training von Mitarbeitenden und Partnerorganisationen die Verbesserung der Katastrophenvorsorge und Reaktionskapazitäten sicher, so dass im Fall einer Katastrophe, wie den jährlichen Überflutungen, schnellstmöglich humanitäre Hilfe geleistet werden kann. Gleichzeitig ist ein weiteres wichtiges Anliegen unserer Arbeit, unsere lokalen Partner bestmöglich in ihrer Arbeit zu unterstützen und ihre Kapazitäten hinsichtlich Qualität und Rechenschaftspflicht in der Projektarbeit kontinuierlich zu stärken.

Dieses Projekt wird im Rahmen einer gemeinsamen Förderung durch das Auwärtige Amt mit ähnlichen Komponenten im nahegelegenen nördlichen Rakhine Staat in Myanmar durchgeführt.

 

Nach dem Gewaltausbruch im August 2017 ist die Zahl der Flüchtlinge aus Myanmar innerhalb weniger Monate im Süden des Landes im Distrikt Cox's Bazar auf rund 900.000 Menschen gestiegen. Die Mehrheit der Angehörigen der Volksgruppe der Rohingya erreichte Bangladesch völlig mittellos, traumatisiert und in schlechtem gesundheitlichen Zustand. Die Flüchtlinge ließen sich auf Feldern und entlang der Straßen in Cox´s Bazar nieder, wo sie auf Hilfe hofften. Innerhalb kürzester Zeit wurden durch die Regierung Bangladeschs und die Vereinten Nationen Flüchtlingscamps im Distrikt errichtet. Auch Jahre später ist die Lage in den Camps, die zusammengenommen das größte Flüchtlingscamp der Welt bilden, dramatisch: Die hygienischen Zustände sind katastrophal. In der Enge und Hitze können sich Krankheiten unkontrolliert verbreiten, insbesondere in der Regenzeit. So hat auch die Covid-19 Pandemie die Belastung der bereits extrem herausfordernden Umstände verstärkt. Es mangelt an ausreichender Wasserversorgung, Nahrung, angemessenem Wohnraum und Sanitäreinrichtungen, Zugang zu Gesundheitsversorgung, Schulen und vielem mehr.

Unser Ziel ist die Verbesserung der Gesundheit und des Wohlbefindens vulnerabler, krisenbetroffener Menschen, insbesondere von Müttern, Kleinkindern und älteren Menschen, in den Camps und den umliegenden Gemeinden in Cox's Bazar durch ganzheitliche Gesundheitsversorgung und rechtzeitige Notfallmaßnahmen.

 

  • Bereitstellung von Basisgesundheitsdienstleistungen mit Fokus auf Mutter-Kind-Gesundheit in drei Gesundheitszentren in den Camps sowie auf Bhasan Char und in den Gastgemeinden in Kutubdia und Cox’s Bazar
  • Überweisung von Notfällen an das nächstgelegene Krankenhaus
  • Psychosoziale Unterstützung in Einzel- oder Gruppensessions in den Gesundheitszentren
  • Gesundheits- und Hygieneaufklärungsmaßnahmen in den Einzugsgebieten der Gesundheitszentren
  • Identifizierung und Monitoring des Ernährungszustandes von Schwangeren, stillenden Müttern, Kindern zwischen sechs bis 59 Monaten, Menschen mit Behinderungen und alten Menschen
  • Sensibilisierungs- und Aufklärungsaktivitäten für Mütter und Kinder über Gesundheit, Ernährung und Hygiene
  • Überweisung von Notfällen an die nächstgelegene Versorgungsstelle für mangel-/ unterernährte Frauen und Kinder
  • Entwicklung und Umsetzung von Notfall- und Katastrophenvorsorge-Plänen an den Gesundheitsstationen
  • Bereitstellung eines Notfallfonds zum schnellstmöglichen Handeln im Falle einer weiteren Katastrophe
  • Stärkung der administrativen, technischen und Managementkapazitäten der lokalen Partnerorganisation GK zur Sicherstellung von Qualität und Rechenschaftspflicht
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Länderinfos

Hauptstadt: Dhaka
Fläche: 147.570 km²
Bevölkerung: ca. 166,3 Millionen

Projektdaten

Laufzeit: seit August 2017
Finanzierung: Aktion Deutschland hilft, Auswärtiges Amt
Partner: Gonoshasthaya Kendra (GK)
 

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