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Sauberes Trinkwasser und Sanitärversorgung sicherstellen

Längst nicht jeder hat in Kambodscha Zugang zu sauberem Trinkwasser in ausreichender Menge sowie zu einer angemessenen Sanitärversorgung. Häufige Folgen für die ohnehin arme Bevölkerung sind Krankheiten und Unterernährung. Um die Wasserversorgung und die Lebensbedingungen der ländlichen Bevölkerung, insbesondere von Frauen und Kindern, in der Provinz Oddar Meanchey im Nordwesten des Landes zu verbessern, startete Malteser International gemeinsam mit der lokalen Partnerorganisation CHHRA (Cambodian Health and Human Rights Alliance) im November 2017 ein umfangreiches Projekt im Bereich Wasser-, Sanitärversorgung und Hygiene (WASH) in drei Kommunen.

Neben Kampagnen zur Hygiene- und Gesundheitsaufklärung, bei denen der Bevölkerung der Zusammenhang zwischen schlechten Sanitärverhältnissen, unzureichender Wasserversorgung und ihrer Gesundheitssituation verdeutlicht werden, erarbeitet CHHRA mit den Dorfbewohnern gemeinsame Lösungsansätze und zeigt ihnen unter anderem, wie sie Regenwassertanks und Latrinen für ihre Familien bauen können.

Durch den jahrzehntelangen Krieg geprägt, gehört der Nordwesten Kambodschas nach wie vor zu den am wenigsten entwickelten Regionen des Landes. Vor allem zurückgekehrte Flüchtlinge und Migranten aus anderen Teilen Kambodschas leben in dieser Region unter einfachsten Bedingungen. Mit nur wenigen Mitteln versuchen sie tagtäglich ihre Existenz zu sichern. 18 Prozent der Bevölkerung der Provinz Oddar Meanchey leben unterhalb der Armutsgrenze. Die Armut in Kambodscha ist vor allem ein ländliches Problem und wird unter anderem durch die schlechte Gesundheitssituation verursacht, die nicht selten auf die mangelhafte Versorgung mit sauberem Trinkwasser sowie fehlende Sanitäreinrichtungen zurückzuführen ist.

Auch wenn Kambodscha die im Rahmen der Millennium-Entwicklungsziele gesetzten Ziele für eine verbesserte Wasserversorgung erreichen konnte, leben in Oddar Meanchey immer noch die Mehrheit der Bevölkerung ohne Zugang zu ausreichend sicherem Trinkwasser und ohne sanitäre Einrichtungen.

  • Prävention und Verringerung von durch verschmutztes Wasser hervorgerufenen Krankheiten, die zu chronischer Unterernährung bei Kindern unter fünf Jahren führen
  • Verbesserter Zugang zu sanitärer Grundversorgung
  • Verbesserter Zugang zu ausreichend sauberem Trinkwasser
  • Bewusstseinsschaffung für gesundheitliche Zusammenhänge

 

  • Kampagnen zur Gesundheits- und Hygieneaufklärung
  • Unterstützung im Bau von Latrinen auf Haushaltsebene
  • Aufklärung zu geeigneter Aufbereitung und adäquater Lagerung von Trinkwasser in den Haushalten
  • Bau von Regenwasserspeichern in den Haushalten
  • Unterstützung bei der Ausarbeitung von Dorfentwicklungsplänen
  • Koordinierung zwischen Provinzgesundheitsbehörde und der Behörde für ländliche Entwicklung zur Verbesserung der Gesundheitssituation in der Provinz

Länderinfos

Hauptstadt: Phnom Penh
Fläche: 181.040 km²
Bevölkerung: ca. 15,6 Millionen

Projektdaten

Laufzeit: seit November 2017
Finanzierung: Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung, Spenden
Partner: Cambodian Health and Human Rights Alliance (CHHRA), Dorfgemeinschaften, Gemeinderäte

Letzte Änderung: Februar 2018

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