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Hilfe für Mütter in Flüchtlingscamps in Thailand

Mehr als 100.000 Menschen leben zurzeit in Thailand an der Grenze zu Myanmar. Sie sind teilweise schon vor mehr als 20 Jahren vor gewaltsamen Konflikten aus Myanmar in das benachbarte Thailand geflohen. Dort leben sie, abgeschottet in Flüchtlingscamps, und warten auf die Rückkehr in ihre Heimat. Bisher ist unklar, wann das sein wird.

Christin hat ihr zweites Kind in unserer Gesundheitsstation bekommen. Foto: Jana Asenbrennerova/Malteser International

Das Flüchtlingscamp Mae Ra Ma Luang im Norden Thailands ist eines von zwei Camps, das Malteser International seit 1993 betreut. Alle Menschen, die hier leben, stammen aus Myanmar. Sie sind vor blutigen Auseinandersetzungen in ihrer Heimat geflohen – die meisten mit nicht viel mehr als dem, was sie am Leib trugen.

Die Aussicht auf eine Zukunft als größter Wunsch

Auch Christin, 18, ist 2010 mit ihren Eltern geflohen und lebt seither im Flüchtlingscamp in Thailand. Dort lernte sie auch ihren Mann kennen und bekam mit 16 ihr erstes Kind. Ihr zweites Kind ist erst wenige Wochen alt, doch eine Aussicht auf Heimat gibt es für das Neugeborene bisher nicht. Christin wünscht sich nichts sehnlicher als die Rückkehr in ihre Heimat Myanmar – und eine Zukunft für ihre Kinder. Anders als sie selbst sollen sie die Möglichkeit haben, ihre Schulausbildung abzuschließen und ein sicheres Leben führen zu können.

Gesundheitsversorgung durch Malteser International

Lay und ihre Familie leben schon seit 2011 im Flüchtlingscamp. Foto: Jana Asenbrennerova/Malteser International

Unsere Hauptaufgabe ist die Basisgesundheitsversorgung der im Camp lebenden Männer, Frauen und Kinder. In einer professionell geführten Krankenstation werden vor allem Schwangere und Mütter wie Christin versorgt und betreut. Gut ausgebildete Mitarbeiter betreuen die Frauen während der Schwangerschaft, bei der Geburt und darüber hinaus. Ziel ist es, Komplikationen und Risiken während der Schwangerschaft und bei der Geburt zu minimieren und den Müttern zu helfen, gesunde Kinder auf die Welt zu bringen.

Zudem setzen wir auf Hilfe zur Selbsthilfe. Den Bewohnern der Flüchtlingscamps wird unter Anleitung gezeigt, wie sie sich und ihre Kinder bestmöglich versorgen und was es bedeutet, sich gesund zu ernähren.

Die 37-jährige Lay hat von dieser Hilfe profitiert. Seit 2011 lebt sie in Mae Ra Ma Luang. Soldaten haben ihr Dorf in Myanmar niedergebrannt und sie aus ihrer Heimat vertrieben. Lay hat drei Kinder. Das jüngste ist fünf Jahre alt und unterernährt. Mit der Hilfe von Kochkursen und Informationen zu gesunder Ernährung hat sie es geschafft, dass es ihrer Tochter besser geht und ihre Familie gut versorgt wird. Auch sie wünscht sich eine baldige Rückkehr nach Myanmar und eine sichere Zukunft für ihre Kinder.

Helfen Sie den geflüchteten Müttern in Thailand

Aktuell ist nicht absehbar, wann die Flüchtlingsfamilien in ihre Heimat Myanmar zurückkehren können. Auch wenn es durch die Demokratisierung Myanmars erste positive Anzeichen gibt.

Bis es soweit ist, bleiben Frauen wie Christin und Lay mit ihren Familien auch weiterhin im Flüchtlingscamp in Thailand. Schenken Sie den Müttern und ihren Kindern Hoffnung, sorgen Sie gemeinsam mit den Maltesern dafür, dass sie gesund und mit ausreichend Nahrung die Zeit bis zu ihrer Rückkehr überstehen können. Unterstützen Sie unsere Arbeit in Thailand mit Ihrer Spende!

 

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