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Eine grüne Zukunft für Geflüchtete in Uganda – Julius Geschichte

Seit den verstärkten Unruhen im Südsudan im Jahr 2016 hat Uganda mehr als eine Million Geflüchtete aufgenommen. Das Rhino Camp im Arua-Distrikt beherbergt ca. 100.000 Geflüchtete. Im Angesicht der negativen Auswirkungen des Klimawandels und der vermehrten Abholzung stehen Geflüchtete und Aufnahmegemeinden schwierigen Herausforderungen gegenüber. Julius David Wayi lebt im Rhino Camp und hat uns aus erster Hand von seinen Erfahrungen erzählt.

„Ich bin vor den Kämpfen im Südsudan geflohen. Ich sah, wie einige meiner Brüder getötet wurden und hatte Angst“, erzählt Julius David Wayi. Nun lebt er im Arua-Distrikt im Norden Ugandas. 2016 ist der 32-Jährige mit seiner Frau, ihren fünf Kindern und der Tante geflohen. „Hier ist unser Leben sicher, aber auch nicht immer einfach“, fügt Julius an.

Ein Stück Land habe er für sich und seine Familie bei der Einreise von der Regierung zur Verfügung gestellt bekommen. Und Baumaterial für eine Unterkunft. Für ihn und seine Familie war das ein recht guter Ausgangspunkt für den Start in Uganda. Im Gegensatz zu anderen Ländern darf sich Julius wie auch alle anderen Geflüchteten in Uganda frei bewegen und arbeiten. Gesetzlich gibt es keinerlei Einschränkungen für Julius.

„Seit wir in Uganda leben, regnet es jedes Jahr
etwas weniger“

Allerdings sind in der strukturschwachen Gegend die Möglichkeiten, Geld zu verdienen, gering. Wie die meisten Ugander und Geflüchteten leben er und seine Familie von der Landwirtschaft. Von Jahr zu Jahr werde diese Arbeit schwieriger: „Seit wir in Uganda leben, regnet es jedes Jahr etwas weniger“, berichtet Julius. „Der Regen kommt nicht mehr regelmäßig und wenn er kommt, spült er häufig die ganze Erde weg. Das Wetter ist immer unberechenbarer und das macht auch das Pflanzen schwieriger. Wir wissen einfach nicht mehr, wann die beste Zeit für die Saat ist“, erzählt Julius.

In den vergangenen Jahrzehnten wurden in Uganda deutlich mehr Bäume gefällt als neue gepflanzt. Das Land hat eine der höchsten Entwaldungsraten weltweit. Ein Grund: In weiten Teilen des Landes kochen die meisten Menschen mit Holz oder Holzkohle. Die rund 1,4 Millionen Geflüchteten im Norden des Landes sind ebenso auf die natürlichen Ressourcen angewiesen. Dies erhöht den ohnehin schon hohen Druck auf das Ökosystem. Hinzu kommen die Auswirkungen des Klimawandels, auch sie beschleunigen das Waldsterben und vice versa.

Hilfe für Julius, seine Familie und die Umwelt

Für Julius ist die Lösung klar: „Die Wälder müssen wieder aufgeforstet werden, dann würde auch irgendwann der Regen wieder regelmäßiger kommen und die Erde könnte nicht weggespült werden. Malteser International hat mit der Wiederaufforstung begonnen. Das finde ich wichtig“, sagt Julius.

„Außerdem haben sie uns Gemüsepflanzen gebracht, die wir einpflanzen konnten. Und sie haben uns gezeigt, wie die Pflanzen am besten wachsen. Wir haben auch Setzlinge für Bäume bekommen, zum Beispiel Mango-, Orangen- und Guavenbäume. So haben wir mehr Nahrungsmittel und können das, was übrig ist, verkaufen. Von dem Geld kann ich Salz und Seife kaufen und die Schulgebühren meiner Kinder zahlen“, sagt Julius. „Zusätzlich spenden die Bäume Schatten und halten den Wind ab. Ich hoffe nun, dass Malteser International auch weiterhin Obstbäume pflanzt und Wälder wiederaufforstet.“

Helfen Sie mit Ihrer Spende Familien wie der von Julius und unterstützen Sie die Aufforstung in Norduganda.
 

Obstbäume für Lillian

 “Früher gab es hier in der Gegend viele Bäume", erzählt uns Lillian. Wir haben ihr und ihrer Familie u.a. mit Obstbäumen geholfen.

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