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Kenia: Schwere Unwetter fordern 120 Menschenleben Malteser International weitet Nothilfe aus

Neben über 120 Todesfällen, die die Überschwemmungen gefordert haben, sind derzeit auch 160.000 Menschen von den Folgen betroffen. 18.000 Menschen mussten ihre Häuser verlassen. Foto: PACIDA/Malteser International

Köln/Nairobi. 120 Menschen sind in den vergangenen Wochen aufgrund der schweren Unwetter in Kenia ums Leben gekommen. Nach einer monatelangen Dürre haben starke Regenfälle in Folge des Klimaphänomens El Niño zu schweren Überschwemmungen, Erdrutschen und Schlammlawinen in weiten Teilen des Landes geführt. 160.000 Menschen sind derzeit von den Folgen betroffen, 18.000 Menschen mussten ihre Häuser verlassen.

„Der ausgetrocknete Boden kann die Wassermassen nicht aufnehmen. Es bilden sich Fluten, die Häuser und Tiere wegreißen. Stürme fegen Bäume um, Straßen sind kaum passierbar und Helfer haben es schwer, die Menschen zu erreichen. Die Ernte auf den Feldern ist in einigen Teilen des Landes vernichtet“, sagt Martin Schömburg, Länderbüroleiter von Malteser International. „Wichtig ist es, dass wir den Menschen schnell helfen.“

Um die Situation für die Menschen vor Ort zu verbessern, verteilen Mitarbeiter an 570 besonders bedürftige Familien Bargeld, um sich damit Nahrungsmittel und andere lebensnotwendige Güter zu kaufen. Zusätzlich sichert Malteser International den Betrieb von Bohrlöchern für die saubere Trinkwasserversorgung, damit keine Durchfallerkrankungen ausbrechen. Kinder und schwangere Frauen erhalten angereicherte Zusatznahrung.

Nach Angaben der UN leiden bereits jetzt 3,1 Millionen Menschen in Kenia unter einer schweren Lebensmittelknappheit. Grund für die überdurchschnittlichen Regenfälle sind die derzeitigen enormen Unterschiede bei der Wassertemperatur im westlichen und östlichen Indischen Ozean von bis zu 2 Grad. Mehr Wasser verdunstet und Starkregenfronten können sich bilden.

„Aufgrund der monatelangen Dürre konnten sich viele Familien vor allem im Norden des Landes bereits in den vergangenen Monaten nur eine Mahlzeit am Tag leisten. Die Überschwemmungen haben nun dazu geführt, dass Ernte vernichtet wurde und die Nutztiere starben. Damit hat sich die Situation noch einmal deutlich verschlechtert. Die Folge sind eine nochmals erhöhte Mangel- und Unterernährung. Desweitern besteht durch das stehende Wasser nun die Gefahr von Durchfallerkrankungen wie Cholera“, erklärt Schömburg.

Malteser International ist das weltweite Hilfswerk des Souveränen Malteserordens für humanitäre Hilfe. Die Organisation leistet in rund 100 Projekten in mehr als 20 Ländern Hilfe für Menschen in Not, unabhängig von deren Religion, Herkunft oder politischer Überzeugung. Die christlichen Werte und die humanitären Prinzipien der Unparteilichkeit und Unabhängigkeit bilden die Grundlage der Arbeit. Weitere Informationen: www.malteser-international.org

Achtung Redaktionen:
Martin Schömburg, Länderbüroleiter in Kenia für Malteser International, steht für Interviews zur Verfügung.

Vermittlung: +49 (0)221 96441 181, Katharina.Kiecol(at)malteser-international.org

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Email: katharina.kiecol(at)malteser-international.org

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