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Selbsthilfegruppe für Mütter und ihre Kinder mit besonderen Bedürfnissen

Seit Anfang 2016 unterstützen wir die Mutterschaftsinitiative Suubi Lyaffe in Ugandas Hauptstadt Kampala. Das Selbsthilfezentrum betreut derzeit 36 Kinder.

Mütter mit Kindern mit Behinderungen haben sich in einer Selbsthilfegruppe zusammengeschlossen und kümmern sich abwechselnd um die Kinder. Die Kinder erhalten kostenlos Physiotherapien und Medikamente. Ihre Mütter erfahren im Zentrum psychosoziale Stärkung.

Nach vorgeburtlichen Komplikationen, die unentdeckt und unbehandelt blieben, nach einer Infektion, einem Unfall oder einer schweren Erkrankung in der frühen Kindheit schreitet die weitere Entwicklung betroffener Kinder oftmals nur verzögert voran. Auch schwere, lebenslange Behinderungen können die Folge sein. In vielen Fällen kann eine stete spezielle Förderung Abhilfe leisten, so dass auch diese Kinder eines Tages ihren Alltag zum Teil selbstständig bewältigen können.

Zuletzt wurde die Anzahl der Menschen mit Behinderungen in Uganda im Uganda National Household Survey von 2013 erfasst. In dieser Umfrage wurde festgehalten, dass insgesamt 7,1 Prozent der Ugander – oder rund 2,1 Millionen Menschen – mit einer Behinderung lebten. Da die Zählung Behinderungen erst bei Menschen ab einem Alter von fünf Jahren berücksichtigte, dürfte die Dunkelziffer groß sein.

Bei vielen Betroffenen in Uganda scheitert die richtige Förderung an fehlendem Geld.

Sehr oft sind Mütter von Kindern mit Behinderungen in Uganda in der Versorung und Pflege der Kinder auf sich allein gestellt. Sie wurden von den Familien verjagt, als „Fluch Gottes“ beschimpft und von den Kindsvätern verlassen. Sie haben meist nur eine geringe oder gar keine Ausbildung. Ohne ein festes Einkommen können sie sich die kostenintensiven Therapien für ihre Kinder auf Dauer nicht leisten. Oftmals besitzen sie kein Wissen darüber, wie sie die besonderen Bedürfnisse ihrer Kinder verstehen und auf sie eingehen können.

Für die Mütter birgt die Situation ein hohes Risiko für Stress, Isolation und Depressionen, was sich wieder negativ auf die weitere Entwicklung der Kinder auswirken kann. Dabei ist eine stabile Mutter-Kind-Beziehung ist ein wichtiger Startpunkt für Babys und Kinder in der Entwicklung. Als erste Bezugspersonen der Kleinkinder sind es in der Regel die Mütter, die ihren Kindern Sicherheit und Liebe vermitteln und in der Frühförderung begleiten können. Gerade Kinder mit besonderen Bedürfnissen sind noch einmal besonders auf die Nähe ihrer Mütter angewiesen.

Wir wollen für Kinder mit Behinderungen und ihre Mütter Abhilfe leisten:

  • Die Kinder sollen eine auf sie abgestimmte Förderung erhalten, damit sie sich bestmöglich weiterentwickeln können, und zwar kostenlos für sie
  • Die Mütter sollen psychosoziale Stärkung erfahren, damit sie ihrer wichtigen Rolle für die weitere Entwicklung ihres Kindes gerecht werden können


Suubi Lyaffe, ein Selbsthilfezentrum in Ugandas Hauptstadt Kampala, hat für Kinder mit besonderen Bedürfnissen und ihre Mütter eine sichere Umgebung geschaffen, in der sie sich wieder erholen und weiterentwickeln können.

Die Kinder erhalten über das Zentrum Physio- und Bewegungstherapien, die auf ihre Bedürfnisse und Möglichkeiten abgestimmt sind. Bei Bedarf erhalten die Kinder auch Gehhilfen und Rollstühle. Bei Erkrankungen werden die Kinder zu Fachkliniken gefahren. Benötigte Untersuchungen, Therapien und Medizin für die Kinder sind kostenlos zugänglich.

Die Mütter werden in den Therapien immer eingebunden, so dass sie die Übungen mit den Kindern zuhause fortsetzen können und so auch ihre Bindung zum Kind wiederherstellen oder stärken können. Die erfahrenen Therapeuten unterstützen die Mütter in ihrer wichtigen Rolle und stehen ihnen mit Tipps zur Seite, wie sie die Bedürfnisse ihrer Kinder besser verstehen und auf sie eingehen können.

Der Kontakt und Erfahrungsaustausch mit anderen Müttern in einer ähnlichen Situation befreit viele der teilnehmenden Mütter aus ihrer Isolation und Hilflosigkeit. Zusätzlich bietet Suubi Lyaffe den Müttern Schulungen in einkommensschaffenden Maßnahmen, so dass sie sich und ihre Kinder besser versorgen können.

Die Selbsthilfegruppe wurde 2016 mithilfe der lokalen Pfarrei gegründet, wobei sich die Mütter in der Betreuung der Kinder abwechselten.

Mithilfe von Spenden unterstützen wir Suubi Lyaffe mit

  • Physio- und Bewegungstherapien für die Kinder
  • Ausbildung von Müttern in der häuslichen Rehabilitation für ihre Kinder
  • Fahrdiensten zum Zentrum und Fachkliniken
  • Ausbildung von Müttern in einkommensschaffenden Maßnahmen
  • Unterstützung der Gruppe in Verwaltungsangelegenheiten
  • Anmietung des Hauses


Trotz der steigenden Zahl von Covid-19-Fällen in der Gemeinde Kampala hat die Situation das Zentrum nicht daran gehindert, den 20 bedürftigsten Kindern unter Einhaltung der Pandemie-Regeln Rehabilitationsdienste anzubieten.

Selbst bei steigenden Kosten für Antiepileptika beschaffen und liefern wir die Medikamente weiterhin an die Kinder.

Die örtliche Kirchengemeinde unterstützt diese Initiative.

 

Länderinfos

Hauptstadt: Kampala
Fläche: 241.040 km²
Bevölkerung: ca. 38,8 Millionen

Projektdaten

Laufzeit: seit Januar 2016
Finanzierung: Spenden
Partner: Suubi Lyaffe

Zuletzt aktualisiert: November 2020
 

 

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