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Gesundheitsversorgung für Vertriebene

In Kolumbien leben die meisten Binnenvertrieben weltweit. Fast sieben Millionen Menschen haben hier als Folge interner Konflikte ihre Heimat verlassen.

Für diese Menschen gibt es gerade in abgelegenen ländlichen Regionen kaum Zugang  zu Basisgesundheitsdiensten. 86% der Menschen in den ländlichen Departments La Guajira und Magdalena, in denen meist indigene oder afrokolumbianische Vertriebene leben, haben nur mangelnden Zugang zur Basisgesundheitsversorgung und 80% der wenigen Gesundheitszentren sind schlecht ausgestattet.  Viele Kinder sind unterernährt, weil die Versorgung schlecht ist.  Die Departments La Guajira und Magdalena sind neue Siedlungsgebiete für Binnenvertriebene.

Die schlechte gesundheitliche Versorgung der indigene Gemeinden führt dazu, dass die Mütter- und Säuglingssterblichkeit hier besonders hoch ist. Geburten erfolgen oft nur mit traditionellen Geburtshelferinnen, die keinerlei formale Ausbildung haben.

Bereits seit 2014 arbeiten wir im Gesundheitsbereich in dieser Region. Gemeinsam mit lokalen Partnern stellten wir fest, dass es insgesamt einen großen Bedarf an Gesundheitszentren samt Ausstattung gibt und eine bessere Abstimmung zwischen den Institutionen erforderlich ist. Außerdem ist es wichtig, dass die Menschen einen besseren Zugang zu Gesundheitszentren bekommen und die Versorgung mit Lebensmitteln verbessert wird.

  • Verbesserung der gesundheitlichen Infrastruktur
  • Ausstattung mit medizinischem Verbrauchsmaterial zur Behandlung von Patienten
  • bessere Abstimmung zwischen öffentlichen und privaten Akteuren zur Gesundheitsversorgung
  • Zugang zu Gesundheit und Verbesserung der Ernährungssituation
  • Lokaler Kapazitätsaufbau im Zielgebiet zur Basisgesundheitsversorgung
  • Betreuung von konfliktbetroffenen Frauen
  • Rehabilitierung und Ausstattung ausgewählter Gesundheitszentren/ -posten
  • Aufbau eines nachhaltigen Systems zur Versorgung mit grundlegenden Medikamenten, medizinischem Verbrauchsmaterial und Nahrungsergänzungsmitteln
  • Durchführung von Trainings von Gesundheitspromotoren und traditionellen Geburtshelferinnen in Zusammenarbeit mit medizinischen Universitäten
  • Ausbildung von 40 Multiplikatorinnen
  • Kontinuierliche Betreuung und Stärkung eines Frauen-Netzwerks
  • Koordinierung und Abstimmung der relevanten Gesundheitsakteure und ihrer Programme zur Durchführung von Kampagnen und nachhaltigen Betreuung der Gesundheitszentren/posten

Länderinfos

Hauptstadt: Bogota
Fläche: 1.138 km²
Bevölkerung: 47,9 Mio.

Projektdaten

Laufzeit: seit Mai 2016
Finanzierung: Bundesministerium für Entwicklung und wirtschaftliche Zusammenarbeit und Spenden
Partner: Malteser Colombia, La Difference, PDPC

Letzte Änderung: Juli 2016

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