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Hilfe für Flüchtlinge aus Myanmar

„Es war schlimm, mein kleines Baby so quälend husten zu hören und zu sehen, wie ihm die Luft wegbleibt. Manchmal war er schon ganz blau vor Atemnot. Ich bin so froh, dass es ihm jetzt besser geht und wir in der Gesundheitsstation von Malteser International die richtigen Medikamente bekommen.“ Say Eh Pans zweijähriger Sohn Eh La Say ist noch ganz klein, als Asthma bei ihm diagnostiziert wird. Eine Krankheit, die je nach Schwere zu schlimmer Atemnot mit schweren Hustenanfällen führt – gerade für kleine Kinder eine Qual. In unserer Gesundheitsstation konnte ihm geholfen werden.

Flucht vor Kämpfen in Myanmar

Geflohene Mutter aus Myanmar mit ihrem Kind beim Arzt in Thailand

Bis Mutter Say Eh Pan und ihr Sohn endlich die Diagnose Asthma bekamen, hatten sie eine schwere Zeit hinter sich. Say Eh Pan ist vor einigen Jahren aus ihrer Heimat Myanmar nach Thailand geflohen. In der Gegend in Myanmar, in der sie lebte, kam es zu dieser Zeit zu schweren Kämpfen, die auch die Zivilbevölkerung bedrohten. Say Eh Pan gehört zu einer ethnischen Minderheit, die besonderen Anfeindungen ausgesetzt ist. Deswegen sah sie keinen anderen Ausweg, als aus Myanmar zu fliehen und sich so schnell wie möglich in Sicherheit zu bringen. In Thailand war Say Eh Pan vorerst sicher. Die Odyssee, die Say Eh Pan schon vor Jahren durchleben musste, erinnert an die augenblickliche Situation der Rohingya, die zu Hunderttausenden aus Myanmar nach Bangladesch fliehen mussten. In Thailand lernte sie ihren Mann kennen und die beiden bekamen vier Kinder, Saw Eh La Say ist der Jüngste – und das Sorgenkind der Familie. Denn sein Asthma konnte lange nicht diagnostiziert, geschweige denn behandelt werden. „Wir konnten uns die Behandlung durch einen Arzt und die Medikamente nicht leisten."

Leben in Thailand: zwischen Sicherheit und Enge

„Weil wir in Thailand als Flüchtlinge nicht arbeiten dürfen, können wir kein Geld verdienen, um einen Arzt zu zahlen. Außerdem dürfen wir das Camp nur in Ausnahmefällen verlassen. Deswegen sind wir auf Hilfe hier vor Ort angewiesen.“ Die Situation der Flüchtlinge aus Myanmar in Thailand ist extrem problematisch. Sie werden zwar offiziell geduldet, haben aber nahezu keine Rechte. Viele harren seit Jahrzehnten in den Flüchtlingslagern in Thailand aus. Sie können weder vor in ein neues Leben als vollwertiges Mitglied der Gesellschaft in Thailand, noch zurück nach Myanmar, wo immer noch die Gefahr besteht, dass sie Opfer von Diskriminierung und Angriffen seitens des Militärs werden. So herrscht im Camp eine Stimmung zwischen Angst, Unsicherheit, Hoffnungslosigkeit und Resignation. 

Moment der Hoffnung: Ausreise in die USA?

Als Zugehörige einer ethnischen Minderheit ist es für Say Eh Pan und ihre Familie grundsätzlich möglich, einen Asylantrag in den USA zu stellen. Voller Hoffnung auf eine bessere medizinische Versorgung für ihren Sohn und ein Leben in Freiheit tat die Familie dies. Doch zu diesem Zeitpunkt war noch nicht klar, unter welcher Krankheit der kleine Junge leidet. Aus diesem Grund wurde das Asylgesuch der Familie abgelehnt und ihre Hoffnung auf Hilfe für den kleinen Saw Eh La Say und auf einen Weg heraus aus der Enge und Hoffnungslosigkeit des Flüchtlingslagers in Thailand zerstört.

Diagnose Asthma – schweres Schicksal in Thailand

Die Diagnose Asthma bekam Say Eh Pan in unserer Gesundheitsstation im Flüchtlingslager. Dort behandeln wir die Flüchtlinge aus Myanmar kostenlos oder nur gegen eine kleine Gebühr. Zunächst war es schwer, das Asthma ihres kleinen Sohnes in den Griff zu bekommen, aber jetzt ist er auf die richtigen Medikamente eingestellt. Die Anfälle werden weniger und können mit dem richtigen Asthma-Spray gut behandelt werden. Ein Segen für die Familie. Die Folgebehandlung des kleinen Jungen ist für sie kostenlos – genau wie die Medikamente, die ihr Sohn braucht, damit sein Asthma unter Kontrolle bleibt. Sobald der Gesundheitszustand des Jungen über einen längeren Zeitraum hinweg stabil ist, will die Familie erneut versuchen, einen Ausreiseantrag zu stellen. Denn neben der Hoffnung, dass Saw Eh La Say endlich gesund wird, ist es der größte Wunsch der Familie, endlich in Sicherheit und Freiheit leben zu können. 

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