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Malteser International fordert: Impfdosen der G7 für afrikanische Staaten müssen jetzt geliefert werden, um Katastrophe zu verhindern

Die Krankenhäuser in Kampala, der Hauptstadt Ugandas, haben keine Kapazitäten mehr, Patienten aufzunehmen. Foto: Malteser International

In Ländern wie der DR Kongo sind die Basisgesundheitsstationen nicht in der Lage, Intensivpatienten aufzunehmen. Eine Ausbreitung der Deltavariante würde zu einer Katastrophe führen. Foto: Archiv/Malteser International

Köln/Kampala: Bereits in 14 afrikanischen Ländern wird nach Angaben der WHO die Deltavariante des Coronavirus nachgewiesen. Da in Ländern wie Uganda bisher weniger als ein Prozent der Bevölkerung gegen Covid-19 geimpft wurde, breitet sich das Virus schnell aus.

Um die Ausbreitung der Deltavariante zu verhindern, hat die ugandische Regierung nun einen harten Lockdown beschlossen. „Ich hoffe, dass dies eine weitere Verbreitung verhindern wird. Aber wir haben in den vergangenen Monaten in Asien erlebt, wie schnell sich die Deltavariante über Landesgrenzen hinweg ausgebreitet hat. Und dies erfolgt gerade auch in Afrika. Die Impfdosen, die die G7 Staaten in Aussicht gestellt haben, müssen jetzt so schnell wie möglich geliefert werden. Nur schnelles Impfen kann eine noch größere Katastrophe verhindern“, sagt Roland Hansen, Leiter der Afrikaabteilung von Malteser International.

Angesichts der rasant steigenden Ausbreitung des Corona-Virus verteilt Malteser International Sauerstoff und Schutzausrüstungen an Gesundheitseinrichtungen in Kampala.

Täglich werden in Uganda mehr als 1.300 Menschen positiv getestet. 17 Mal so viele, wie noch vor drei Wochen. Rund 71.000 Menschen sind bislang in dem Land, das knapp 48 Millionen Einwohner hat, erkrankt. Die Dunkelziffer dürfte aber deutlich höher sein.

„In den Krankenhäusern sterben Menschen, weil es keinen Sauerstoff mehr gibt. Die Intensivstationen sind völlig überlastet. Wir gehen davon aus, dass diese Welle schon in wenigen Wochen auch Nachbarländer wie den Südsudan und die DR Kongo erreichen wird. In diesen Ländern wäre das Gesundheitssystem völlig überfordert. In weiten Teilen dieser Länder gibt es nur einfache Krankenstationen, ohne Intensivstation, ohne Sauerstoffversorgung. Da rollt eine große Katastrophe auf uns zu“, sagt Hansen.

Malteser International ist bereits seit 1996 in Uganda aktiv und unterstützt dort das Gesundheitssystem, die Versorgung der Menschen mit Nahrungsmitteln und die Wasser- und Sanitärversorgung sowie Hygiene-Maßnahmen (WASH).

Achtung Redaktionen:
Laura Beutler, technische Koordinatorin und Notfallsanitäterin von Malteser International,
und Roland Hansen, Leiter der Afrikaabteilung von Malteser International, stehen für Interviews und O-Töne zur Verfügung.

Vermittlung: +49 (0)221 98227 181, katharina.kiecol(at)malteser-international.org

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