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Sichere Geburten für Frauen in Kenia

Jeden Tag sterben weltweit mehr als 800 Frauen an vermeidbaren Komplikationen, die in Zusammenhang mit Schwangerschaft und Geburt auftreten.

Lilian Eipa freut sich über ihre neugeborene Zwillinge im Krankenhaus in Kakuma ©Malteser International

Eine umfassende Betreuung von Frauen während der Schwangerschaft und Geburt ist essentiell für die Gesundheit von Mutter und Kind. Diese grundlegende Schwangerschaftsbetreuung und Geburtshilfe bleibt vielen Frauen, insbesondere in wirtschaftlich schwachen Regionen, verwehrt. Es mangelt u.a. an geschultem medizinischen Personal, Geburtsstationen und der richtigen Ausstattung. Das hat oftmals fatale Folgen: Vermeidbare Komplikationen während Schwangerschaft und Geburt können im schlimmsten Fall zum Tod von Mutter oder Kind führen. 

Gemeinsam mit dem Malteserorden in Kenia arbeiten wir daran, den Zugang zu Geburtshilfe und die Notfallversorgung von Neugeborenen für Geflüchtete und Gemeinden im Nordwesten Kenias zu verbessern.

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Viele Frauen in Flüchtlingscamps haben keinen Zugang zu sicherer Geburtshilfe

Rund 188.000 Menschen leben zusammengenommen in den Flüchtlingcamps Kakuma (150.000 Menschen) und Kalobeyei (38.000 Menschen) im Nordwesten Kenias. Ihre Mehrheit floh aus dem Südssudan und Somalia. Hinsichtlich dieser hohen Zahlen stößt die gesundheitliche Versorgung der Menschen in den Camps an ihre Grenzen. Dies trifft insbesondere Frauen und Kinder besonders hart. Der Zugang zu einer angemessenen Versorgung von schwangeren Frauen und Neugeborenen ist mangelhaft. Dabei wird die geburtshilfliche Versorgung dringend benötigt: Rund 15 Prozent aller schwangeren Frauen in der Region entwickeln Komplikationen während der Schwangerschaft oder Geburt, die eine intensive Geburtshilfe erforderlich machen. In Kakuma erhalten derzeit nur sechs von zehn Frauen eine Schwangerschaftsbetreuung, in Kalobeyei sind es sieben.

Im nahegelegenen Kakuma Mission Hospital suchen viele Geflüchtete eine medizinische Versorgung. Hier machen die Bewohner der Camps die Hälfte aller Patienten aus. Jedoch fehlt dem Krankenhaus die notwendige Infrastruktur, um die Mindeststandards für eine adäquate Versorgung von Müttern und ihren Neugeborenen zu gewährleisten. Insbesondere bei schwerwiegenden Komplikationen kann hier den Frauen nicht geholfen werden. Komplizierte Fälle werden an das 150 Kilometer entfernte Lodwar County Hospital verwiesen.

Unser Ziel: Reduzierung der Mütter- und Kindersterblichkeit

Unser Ziel ist es, die Mütter- und Neugeborenensterblichkeit in der Region zu senken. Der Zugang zu und die Inanspruchnahme von Geburtshilfe soll insgesamt verbessert werden. Dafür arbeiten wir darauf hin, die Kapazität und Leistung des Kakuma Mission Hospital zu erhöhen, sodass hier zukünftig eine hochwertige geburtshilfliche Notfallversorgung angeboten werden kann.

Unser Projekt richtet sich damit sowohl an werdende Mütter aus den Flüchtlingscamps in Kakuma und Kalobeyei als auch an die kenianischen Gastgemeinden. Ebenso werden die Mitarbeiter des Kakuma Mission Hospital in unsere Projektmaßnahmen miteinbezogen.

Unser Ansatz: Stärkung der medizinischen Infrastruktur und Wissensaustausch

Renovierung und Erweiterung der Entbindungsstation des Kakuma Mission Hospital

Wir renovieren und erweitern die bestehende Entbindungsstation im Kakuma Mission Hospital, um hier eine hochwertige Notfallversorgung von werdenden Müttern und Neugeborenen gewährleisten zu können. Die neue Geburtsstation wird eine Neugeborenenstation, die eine zusätzliche Betreuung der Neugeborenen und Privatsphäre für Mutter und Baby ermöglicht, einen Kreißsaal sowie Stationen für die Schwangerschaftsbetreuung und die Geburtsnachsorge umfassen. Dabei beachten wir zum Beispiel, dass ein einfacher Zugang von der Pränatalstation zum Kreißsaal gegeben ist. Beim Bau nutzen wir CO2-neutrale Baupaneele.

Schulung des Gesundheitspersonals zu Notfall-Geburtshilfe und Neugeborenenversorgung

Wir schulen das medizinische Personal des Kakuma Mission Hospital und weiterer umliegender Gesundheitszentren in geburtshilflicher Notfallversorgung und der Versorgung von Neugeborenen. Dies ist der erste Schritt, um bestehende Wissenslücken in der Region im Bereich der Mutter-Kind-Gesundheit zu schließen.

Angemessene Ausstattung der Geburtstation mit Geräten und Medikamenten

Wir statten die Geburtsstation umfassend aus. Wichtige zu beschaffende medizinische Geräte sind unter anderem Betten, Monitore, Wärmestrahler für Säuglinge, Reanimationstische und -sets, Utensilien für Kaiserschnitte, tragbare Ultraschallgeräte, mobile Patientenliegen, Sauerstoffgerät, Anästhesiesets und Sterilisatoren. Außerdem stellen wir Notfallmedikamente entsprechend staatlichen Richtlinien und internationalen Standards bereit.

 

Fotonachweise Spendenbeispiele: Archivbilder aus Tansania, DR Kongo und Uganda © Nyokabi Kahura/Malteser International

Länderinfos

Hauptstadt: Nairobi
Fläche: 582.650 km²
Bevölkerung: ca. 45,5 Millionen

Projektdaten

Laufzeit: Juli 2019 - August 2020

Partner: Botschaft des Souveränen Malteserordens in Kenia, Impact Building Solutions Foundation (IBSF), Kakuma Mission Hospital

Finanzierung: Auswärtiges Amt, ADH

Letzte Änderung: September 2019

 

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